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5 Dinge die Blogger machen und nicht zugeben wollen

5 Dinge die Blogger machen und nicht zugeben wollen

Seitdem ich blogge, habe ich so einige Eigenheiten entwickelt, die ich vorher ganz eindeutig nicht hatte. Beispielsweise würde ich mittlerweile unter keinen Umständen mehr bei Kunstlicht fotografieren! Außerdem zählen Worte, wie Advertorial, Mediakit oder WordPress-Plugin nun zu meinem festen Vokabular. Die Bloggerwelt ist eine eigene kleine Blase und dementsprechend haben viele von uns die gleichen Vorlieben, Interessen bzw. (Schönheits-)Ideale. Ich kenne das von mir selbst. Irgendwann ertappt man sich dabei, wie man versucht, den Blog immer weiter zu perfektionieren, wobei ebenfalls jedem Trend gefolgt wird, den die Szene gerade neu kreiert. Manchmal sollte man das alles jedoch nicht zu ernst nehmen, gar mit einem Augenzwinkern betrachten. Deswegen kommen hier 5 Dinge die Blogger machen, aber eigentlich nicht zugeben wollen. Ich zähle mich auch dazu.

5 Dinge die Blogger machen und nicht zugeben wollen

1. Macarons essen weil sie hübsch aussehen

Macarons sind die Lieblingssüßigkeiten einer jeden Lifestylebloggerin. Warum das so ist? Nunja, sie sind klein, bunt und absolut stylisch, weswegen Macarons sich äußerst gut im Instagram-Feed machen. Und im Leben von uns Bloggern dreht sich nunmal (fast) alles um das perfekte Foto bzw. den perfekten Post. Auch ich kann nicht abstreiten, dass mich das französische Gebäck wahrscheinlich weitaus weniger interessieren würde, hätte es mehr Ähnlichkeit zu herkömmlichen Keksen. Sobald etwas jedoch hübsch UND lecker ist, kann ich mich nicht länger zurückhalten!

2. Den Instagram-Feed farblich aufeinander abstimmen

Bilder auf Instagram entstehen nicht immer so spontan, wie es zunächst den Eindruck erwecken mag. Ganz im Gegenteil! Dahinter steckt meistens ein sorgfältig ausgeklügeltes Konzept. So plane ich meistens schon im Voraus, was ich wann poste und achte penibel darauf, dass die Fotos in der Übersicht miteinander harmonieren. Ein zu bunter, chaotischer Feed? Geht gar nicht! Ob ein Bild veröffentlicht wird oder nicht, entscheidet also der Stil der vorherigen Posts. Gebt es zu, ihr macht es genauso.

3. In Gedanken Flatlays für Blogfotos planen

Ich liebe Flatlays! Egal, ob Buch, Make-Up oder Smartphone – Jedes Objekt bildet ein potenzielles Motiv für stylische Flatlays, die anschließend auf dem Blog Verwendung finden. Denn das Hirn der aufstrebenden Bloggerin ist in Gedanken ständig damit beschäftigt, spannende Szenen zu konzipieren und den richtigen Bildausschnitt zu finden. Soll ich die Tasche lieber weiter links oder rechts platzieren?

4. Ungestylt und im Schlabberlook neue Posts tippen

Blogger sind immer modern gekleidet und top gestylt? Haha! Anstatt mit meinem perfekten messy Bun in meinem fancy, einheitlich weißen und mit frischen Blumen dekorierten, Home Office am iMac zu sitzen und Posts zu tippen, lümmele ich nur, bewaffnet mit Decke und Laptop, am Boden im Wohnzimmer. Die Frisur ist zwar messy, jedoch auf eine ziemlich unschöne Art und Weise, die man wirklich nicht als trendig bezeichnen kann. Und das Outfit? Ein stilsicherer Mix aus Pyjama und Jogginghose.

5. Jedem verlorenen Follower nachtrauern

Wir wissen es alle. Follower, Likes und Klicks sind nicht das wichtigste im Leben. Dennoch: Jeder Leser, der auf den „Entfolgen“-Button drückt, löst bei uns Bloggern eine mittlere bis schwere Existenzkrise aus. Nach außen geben wir uns souverän – ist ja nicht so tragisch –, doch insgeheim nagt es total am Selbstbewusstsein. Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Wir kann ich sowas in Zukunft verhindern? Muss ich noch perfektionistischer werden? Geht das überhaupt? The struggle is real! 

Was sind deine „Blogger-Issues“?

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15 Comments

  • Reply
    Beluri
    September 25, 2017 at 12:26 am

    Hallo,

    also bis auf die ersten beiden Punkte kann ich dir absolut zustimmen. Aber da wir keine Lifestyleblogger sind, sondern als Hauptthematik Bücher haben, kann man wohl auch auf Macarons verzichten 😉 Tja und Instagram? Wahrscheinlich haben wir da den Dreh noch nicht ganz raus. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

    Dein Blog ist in seiner Schlichtheit echt schick. Das wollte ich noch loswerden.

    Noch eine gute Nacht

    LG
    Beluri

  • Reply
    Jenni
    September 25, 2017 at 7:40 am

    Liebe Carolin,

    das ist einmal ein Artikel der anderen Art!
    Danke dir für die erheiternden Zeilen – ich habe mich zwar nicht in allen, wohl aber in den meisten Aussagen wiedergefunden. Vor allem in letzterer – schuldig im Sinne der Anklage. Und zwar fast immer. Auch jetzt gerade. 😉

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Selin
    September 25, 2017 at 10:08 am

    Bei Instagram ist mir eigentlich egal, wie mein Feed aussieht. Ich poste, was mir spaß bringt. Macarons sind mir zu teuer, die esse ich nicht. Der Rest passt genau! Super cooler und lustiger Post.

    Alles Liebe http://www.bohemianloverbabe.blogspot.de

  • Reply
    Christine
    September 25, 2017 at 10:37 am

    Ich bekenne mich schuldig. Zumindest was Punkt 2 angeht.
    Aber ansonsten… mach ich den Rest tatsächlich nicht. 😉

    Oh ja! Schottland war gerade landschaftlich einfach der Wahnsinn!

  • Reply
    Lu
    September 25, 2017 at 10:54 am

    Hallo Carolin,

    was für ein ehrlicher Post! 😉
    Besonders in Punkt 3, 4 & 5 erkenne ich mich absolut wieder
    Aber grade die Jogginghose fördert die Inspiration.. 😉

    Liebste Grüße
    Lu

    https://oceanhippieblog.wordpress.com/

  • Reply
    FAIRY TALE GONE REALISTIC
    September 25, 2017 at 2:01 pm

    Hallo liebe Carolin,
    ich kann mich mit allen Punkten identifizieren! Vor allem Nummer 4 kommt bei mir praktisch täglich vor 😉
    Viele Grüße
    Susi

  • Reply
    Steffi
    September 25, 2017 at 5:38 pm

    Ich finde die Art, wie du schreibst, so schön und auch wenn bei mir die Punkte nicht
    ganz so übereinstimmen, bleib deinem Stil auf jeden Fall treu, du machst das toll! 🙂

  • Reply
    Linni
    September 25, 2017 at 6:47 pm

    Hallöchen,
    ich muss ja zugeben, dass ich alle Dinge auch tue. Nur habe ich bisher noch kein Macaron gegessen, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden 😀

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

  • Reply
    Leselaunen
    September 25, 2017 at 7:14 pm

    Bei mir sind es auch die letzten Punkte, die ich unterschreiben kann. Die ersten beiden weniger. Das liegt nicht nur, aber auch daran, dass ich inzwischen nur noch über Bücher schreibe.

    Neri, Leselaunen

  • Reply
    Tabea
    September 25, 2017 at 8:07 pm

    Danke Carolin – danke, dass du mich von den Wahlergebnissen ablenkst, mit denen die anderen Blogs meiner Leseliste mich ununterbrochen konfrontieren.

    Dass man als Blogger Eigenheiten entwickelt, habe ich auch gemerkt… Beispielsweise sammle ich von Veranstaltungen oft Flyer, weil ich hoffe, darin hilfreiches oder interessantes Zeug für Blogposts zu finden. Und wenn ich was erlebe, brauche ich immer mindestens ein Handybild, damit ich später drüber Bloggen kann, denn Posts ohne Bild mag ich nicht. Und mit dem Kunstlicht geht es mir ähnlich…
    Ach – und Museen und Messen besuche ich auch aufmerksamer, seit ich blogge – denn sonst kann der Post ja nicht gut werden 😉

    Macarons habe ich ehrlich gesagt noch nie gegessen, weil sie mir früher zu teuer waren und es die in meiner Kleinstadt auch soweit ich weiß nicht gibt. Jetzt ist mir ja der Zuckergehalt zu groß und ich will keine eingefärbten Lebensmittel essen…

    Und auch bei Instagram ticke ich anders als du und andere erfolgreiche Blogger… ich poste halt täglich mein Doodle für die Challenge und wenn ich sonst noch was hab, kommt das eben dazu. Mein Feed sieht eh grausam aus und ich habe kaum Follower und bekomme fast nie Kommentare. Aber ich mag das Netzwerk eh nicht richtig, bin mehr der Twittermensch.

    Das mit den guten Flatlays muss ich echt noch üben… aber ich lese immerhin schon fleißig Posts dazu, wie man das hinbekommt 😉

    Bei Punkt vier stimme ich aber zu! Wenn ich gut aussehe, kann ich doch unter Menschen gehen… aber beim Bloggen sieht mich keiner, also: Sportklamotten, ungewaschene, ungekämmte Haare, Radio an und auf dem gesplitterten Handydisplay einen Post verfassen.

    Ich weiß zum Glück nicht genau, wie viele Follower ich habe – daher merke ich auch nie, wenn jemand abspringt. Was mir allerdings immer Selbstzweifel bereitet, ist, wenn ein Post nicht kommentiert wird…

    Was ich noch mache und nicht so gern zugebe? Eher die Posts meiner Lieblingsblogger teilen, weil ich von vornherein mit einer freudigen Grundstimmung zu lesen beginne und sie mich daher eher begeistern. Ist mir letztens bewusst geworden.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Claudia
    September 25, 2017 at 8:32 pm

    Haha, ich erkenne mich in jedem Punkt wieder. Es gibt fast keinen Blogpost, den ich nicht im Pyjama verfasst habe. 😉

    Claudia | junegold.blogspot.de

  • Reply
    Karsten Kettermann
    September 26, 2017 at 10:35 am

    Macaron? Nie gehört! Erstmal googeln … Baisergebäck, soso.
    Instafeeds farblich abstimmen?? Nie gemacht, ist doch was für Monks …
    Ein Flatlay…. schon wieder googeln…. achso, fotografiertes Flachwerk. Scheiße, warum muss man für sowas eine extra Bezeichnung haben?
    Ungestyled im Schlabberlook, HEUREKA, das kenne ich!! Ich wollt schon an mir zweifeln …
    Followern nachtrauern? Nee, soll der Sand wegbleiben! Ich will nur das Gold, das übrigbleibt.

    Bin ich komisch, oldschool oder zu realistisch? Oder liegt es daran, dass Lifestyle nicht mein Thema ist – ich denke!
    Na, dann zwinker ich auch mal mit dem Auge: 😉
    der Karsten

  • Reply
    Sabine Weiss
    September 26, 2017 at 11:29 am

    Vielleicht wäre es hilfreich zuerst noch zu kategorisieren, WELCHE blogger das trifft. als NICHT-lifestyle-bloggerin kenne ich praktisch keinen einzigen deiner punkte – ja ich verstehe noch nicht mal alle wörter (flatlay?) und habe auch keinen instagram-kanal (nennt man das überhaupt so?).

    das mit den followern kenne ich, das hört ab einer bestimmten zahl aber auf. ich kenne meine gar nicht und achte nur auf die analytics und meinen moz-rank um meine arbeit auszuwerten. 🙂 und unterm strich – DU musst glücklich sein mit deiner seite. wenn ich mich nur an den wünschen der follower orientieren würde, würde ich täglich 10 stunden gratis unterstützung anbieten und mein buch auch noch verschenken 😉

  • Reply
    Miss Achtung
    September 27, 2017 at 2:11 am

    Ich bin sowas von Nummer 3. Flatlays im Kopf, oh ja. Generell überlege ich tagsüber sehr oft „Das twittere ich so“ oder „Das muss ich auf XXX posten“. Komplett absurd. Bin ein typisches Social Media Opfer.
    Macarons find‘ ich gar nicht so geil. Ich find‘ die total überteuert. 😀 Cupcakes sind m.M.n. schicker, leckerer und meistens auch sehr viel günstiger!

  • Reply
    Linda
    September 28, 2017 at 8:51 pm

    Oh das kann ich so gut nachvollziehen 2. und 4. mach ich genauso, obwohl mein Instagram dann doch deutlich bunter und uneinheitlicher als der der meisten anderen ist 😀
    Bei Nummer 5 gehts mir nur beim Blog so, vor allem früher. Bei Instagram ist mir das mittlerweile egal, da die Follower da sowieso immer kommen und gehen. Aber beim Blog tut es schon ein bisschen weh.

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