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Blog Tipps: So verbesserst du deinen Blog an nur einem Sonntag Nachmittag

Blog Tipps: So verbesserst du deinen Blog an nur einem Sonntag Nachmittag

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Hey ihr Lieben – mein Name ist Ana und ich habe heute die Ehre einen kleinen Gastbeitrag für Coralinart schreiben zu dürfen. Normalerweise findet ihr mein Gedankenballett auf meinem Blog The Disaster Diary. Dort dreht es sich meistens um persönlichen Stil und Gesellschaft, aber auch Themen wie Fitness und Literatur kommen nicht zu kurz. Mein Blog ist mein heiß geliebtes Baby, weshalb ich heute – auch wenn es komisch klingt – über das Bloggen blogge. Ab und zu lesen wir Blogger nämlich auch mal gerne, wie unsere Kollegen ihr Handwerk verrichten.

Auch wenn die Massen oft einen anderen Eindruck haben: Nur ein winzig kleiner Bruchteil der Blogger verdient mit dem zeitaufwendigen Hobby Geld. Und nochmal ein Bruchteil davon kann wirklich davon leben, macht sich selbstständig und verbringt die 8 Arbeitsstunden am Tag mit dem eigenen kleinen (oder größeren) Online-Projekt. Die meisten von uns bringen die Heidenarbeit (stimmt’s Leute?), die ein Blog so mit sich trägt irgendwo zwischen Schule/Uni/Arbeit, anderen Hobbys, Sport und Freizeit (Moment, welche Freizeit?) unter. Da ist es eigentlich unmöglich aus dem Blog das optimale rauszuholen – schließlich schreiben sich die Posts nicht von selbst, die Blitzideen lassen ab und an auch zu lange auf sich warten und als Amateur geht auch der Griff zur Kamera nicht immer ganz so mühelos, wie es nach außen scheint. Auch wenn die Zeit knapp ist – einen Sonntag Nachmittag (oder beliebige andere 3 Stündchen) haben wir alle übrig. Nehmt euch diese Zeit und tut eurem digitalen Baby mit den folgenden schnellen, aber effektiven Blog Tipps etwas gutes. Auf geht’s!

Schritt 1: Die About Seite

Wann hast du dich das letzte Mal um deine „About“/“Über mich“-Seite gekümmert? Jeder Blog hat eine und doch verstaubt sie bei beinahe jedem. Während wir zwischen den ganzen Terminen des Alltags meist nur mit den Gedanken bei unseren nächsten Beiträgen sind und versuchen noch morgens vor der Schule/Arbeit/Whatever die Fotos bei gutem Licht zu schießen, bleibt die About Seite meist unaktualisiert. Nutze diesen Nachmittag und scanne sie: Ist das Foto noch aktuell, oder hast du mittlerweile schon eine neue Frisur? Entspricht das Alter, welches du angibst, überhaupt noch der Wahrheit oder hast du in der Zwischenzeit schon einen weiteren Geburtstag gefeiert? Auch wenn die Randfakten stimmen, kann auch eine gründlichere Überarbeitung manchmal nicht stimmen. 3 wichtige Tipps für die perfekte About Seite:

  • Niemand hat 10 Minuten Zeit, sich deine Lebensgeschichte durchzulesen. Halte dich kurz und prägnant. Wer bist du? Welchen Mehrwert kannst du auf deinem Blog bieten? Mit welchen sympathischen Random Fakten über dich kannst du dem Leser ein etwas genaueres Bild von dir bieten? Wer dann Blut geleckt hat, der kann sich ja durch deine Beiträge arbeiten und so mehr über dich herausfinden. 😉
  • Keine Stichpunkte bitte! Ist zwar bequem für dich, aber auch die coolsten Stichpunkte können dich nicht so vorstellen, wie ein Fließtext. In diesem scheint viel mehr von deiner Persönlichkeit durch: Dein Humor, dein Schreibstil, generell deine Art. Dafür musst du in einem Fließtext natürlich aufpassen, dass es nicht zu lang wird: Begrenze dich auf die wichtigsten Fakten und mach ein rhetorisches Meisterwerk draus!
  • Bringe ein Zitat ein – macht einfach wahnsinnig viel her: Muss kein melodramatisches Depri-Zitat sein – kann auch humorvoll, total bekloppt oder unglaublich kitschig daher kommen. Auch das verrät wieder unterschwellig einiges über dich.

Schritt 2: Ran an die Sidebar

Ach die Sidebar: Der Schreibtischstuhl der Blogs. Dort landet alles, um was man sich später richtig kümmern will – hier ist „Halbe-Sachen-Machen“ das Mantra. Schluss damit: Beschränke dich auf 5 Dinge, die dort landen sollen und arbeite etwas an der Gestaltung: Schriftart, Farbe und Stil sollten bei allen Widgets gleich bleiben und ein einheitliches Bild ergeben. Kleine Postdividers zwischen den einzelnen Widgets können ebenfalls einen großen Unterschied machen.
Sinnvoll z.B. – ein kurzer (!) „Über dich“-Kasten, deine Social Media Favicons, eine Suche, Kategorien, eine Vorschau deines Instagram-Accounts, ein Widget über welches man deinen Newsletter abonnieren kann, ein Drop-Down mit deinen Beiträgen (zeitlich sortiert).

Und falls dir die Sidebar dann doch zu viel Stress bereitet und du sie nur dem Gruppenzwang wegen in deinen eigenen vier WWW-Wänden behälst: Weg damit! Ich habe auf meinem Blog „The Disaster Diary“ auch die Sidebar ins Nirvana verbannt, weil sie die Wirkung meiner Beiträge gestört hat und die Infos, die ich dort gab, nicht unbedingt nötig waren. Also: Seid kreativ und macht euer Ding draus, aber wenn dann richtig: Halbe, herzlose Sachen sind tabu!

Schritt 3: Lege Kategorien fest, sortiere aus und schaffe Ordnung

Welche Post-Kategorien füllst du wirklich regelmäßig? Kannst du mehrere in eine zusammenfassen? Welche Kategorie musst du unbedingt aufsplittern? Ich hatte zum Beispiel lange Post über Bücher und welche über Serien getrennt gelabelt, bis ich gemerkt habe, dass ich die beiden getrost zusammenlegen kann. Genau so auch bei Food & Fitness. Generell gilt „Weniger ist mehr“ – teile ein, aber behalte Übersicht: 20 Kategorien sind beispielsweise viel zu viele!
Ist das wirklich nötig? JA. Labele jeden deiner Posts: Es gibt immer Leser, die sich für bestimmte Arten deiner Posts besonders interessieren – diese kriegen dann mit einem Klick die ganze Playlist geliefert. Und: Wir Menschen wollen immer Ordnung haben – so schafft man diese eben in der Bloggerwelt.

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Schritt 4: Etwas Input für die Suchmaschine

Schonmal gefragt, wie du für Google aussiehst? Geh zur Suchmaschine und gib deinen Blogtitel ein – was siehst du? Gefällt es dir, wie das aussieht? Dann kannst du diesen Schritt überspringen. Wenn nicht, dann ab in deine Blogeinstellungen. Überlege dir eine gute Blogunterschrift – über was bloggst du? – was ist dein Mantra? – welcher Untertitel würde dich dazu bewegen, diesen Sucheintrag anzuklicken?

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Die Meta-Beschreibung (siehe Bild) wird oft unterschätzt, ist jedoch ultra (!) wichtig. Viele deiner potentiellen Leser werden über Google auf deinen Blog stoßen – der erste Eindruck macht da sehr viel her! Somit gehört die Meta-Beschreibung zu dem A und O der Blog Tipps. Meistens liegen uns Bloggern ja die Worte und das kreative Schreiben, geht mir genauso! Aber einige SEO und HTML Skills müssen wir uns dann mit der Zeit auch mal aneignen – ein klitzekleines Opfer, wenn man bedenkt, wie viel es deinem Blog bringt!

Schritt 5: Aktualisiere deine Social Media Kanäle

Wenn du überall dasselbe Profilbild einstellst, dann schafft eine Verbindung zwischen deinen Kanälen und du erlangst Wiedererkennungswert. Auch wenn unterbewusst – die Leute sehen erst die Bilder, dann achten sie auf den Text. Somit kann ein guter, ausdrucksstarker Avatar viel ausmachen – vor allem, wenn er auf verschiedenen Plattformen auftaucht.
Vielleicht kann deine Biografie auch eine Überarbeitung gebrauchen? Da kannst du dir sicher Inspiration von deinem Brainstorming für die About Seite aus Schritt 1 abkupfern.
Auch in Sachen Social Media gilt „Weniger ist Mehr“. Welchen Social Media Kanal nutzt du gar nicht und weißt auch nicht, wie du ihn jemals irgendwie in deinen Alltag integrieren kannst? Wenn dir die Zeit für ganze Sachen fehlt, weg damit! Fokussiere dich auf einen überschaubaren Kern an Sozialen Medien, den du auch bei stressigem Alltag hegen und pflegen kannst. Heißt: Regelmäßig qualitativen Inhalt zu veröffentlichen, bei anderen Usern zu lesen und auf Kommentare zu antworten. Bei mir sind das Facebook, Twitter und Instagram. Viele mögen Pinterest, aber mir wäre das eindeutig zu viel – deshalb lasse ich es und habe auch mit Blog + 3 Netzwerken ordentlich zu tun. Mit etwas mehr Übersicht stellt auch Social Media keine Herausforderung mehr für dich dar.

Schritt 6: Plane

Bevor du dich in die nächste Woche Blogchaos stürzt und all die Ordnung, die du reingebracht hast, wieder verloren geht: PLANE! Schnapp dir ein schönes Notizbuch und schreibe die Post-Ideen der nächsten Wochen sorgfältig auf. Überlege, was du außer dem einfachen Schreiben der Beiträge noch erledigen musst, bis sie online gehen: Musst du eine aufwendige Fotosession planen? Unter welcher Kategorie soll dieser Beitrag veröffentlicht werden? Schreibe nicht nur auf, was du veröffentlichst, sondern wie du die Vorbereitung angehst usw. – dafür eignet sich auch eine Tabelle sehr gut. Tipps für den perfekten Blog Planer folgen die Tage auf meinem Blog The Disaster Diary.

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Das war es von mir heute – jetzt seid ihr dran. Mit diesen wenigen Schritten macht ihr euren Blog um einiges sortierter und vor allem auch professioneller. Welche kleinen Aufgaben rund um den Blog gehört eurer Meinung nach noch auf die Liste?  xx Ana

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6 Comments

  • Reply
    Powl
    Juli 31, 2016 at 4:39 pm

    Huiuiui…
    So viele Dinge, die im Laufe der Zeit liegen geblieben sind, und die man wirklich in Angriff nehmen sollte!
    Ich habe diesen kleinen Arschtritt wirklich Mal genutzt, um zumindest meine Suchergebnisse auf Google und die About-Seite neu zu durchdenken, danke dafür!
    Nur die Sidebar ist noch ein Erzfeind, den ich irgendwann noch in Angriff nehmen muss…

    Übrigens gute Überschrift – die funktioniert 😉

  • Reply
    Kerstin
    Juli 31, 2016 at 5:21 pm

    Ooooh super. Ich hab nächste Woch eh ein wenig Zeit und denke da werde ich mich mal hinsetzen und meinen Blog um gestalten. Das gehört definitiv mal gemacht. An die SEO Optimierung bei der Google Aufsicht hatte ich noch nicht gedacht. Aber danke für diesen Tipp 🙂

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  • Reply
    Clemens
    Juli 31, 2016 at 5:31 pm

    Hallo Ana,

    ein sehr gut formulierter Artikel, der alle Baustellen an einem Blog auflistet. Deine Tipps sind ausführlich beschrieben und regen tatsächlich zur Umsetzung an. Ich bin schon seit ein paar Wochen dabei meinen Blog komplett auf Vordermann zu bringen, aber gut Ding braucht eben Weile. Einige deiner Tipps werde ich sicherlich in die Umbauarbeiten einfließen lassen.

    lg clemens

  • Reply
    Tabea
    Juli 31, 2016 at 8:27 pm

    Das ist doch mal ein schöner Gastpost!
    Es stimmt wirklich, dass das Bloggen seeehr viel Zeit raubt, wenn man es vernünftig machen will. Früher konnte ich das nie glauben, als ich noch lieblos drei Fotos mit zwei Sätzen postete und mich nicht vernetzen wollte. Jetzt sieht das aber anderes aus: 2 Stunden braucht ein Post mindestens, bis er fertig ist, eher länger. Das Lesen von anderen tollen Blogs kostet auch noch mal 2-3 Stunden am Tag (und macht Spaß!), aber auch auf Kommentare will geantwortet werden.

    Meine About-Seite sollte eigentlich noch recht aktuell sein, da ich die Anfang Juni erst komplett neu geschrieben habe für den Blogumzug. Aber zur Sicherheit schaue ich demnächst vielleicht doch noch mal drüber 😉
    Mit meiner Sidebar und meinen Kategorien bin ich sogar rundum zufrieden – da ist nichts unnötig und mir fehlt auch nichts 😉 Hoffentlich geht es meinen Lesern ähnlich… Aber ich kann nur unterschrieben, dass es echt wichtig ist, hier ein paar Gedanken über die Sinnhaftigkeit zu investieren.

    Danke für den Tipp mit Google… damit hätte ich nächsten Sonntag also was zu tun 😉

    Bei der Planung und Social Media dagegen sieht es ganz gut aus. Nie wieder würde ich ohne Notizbuch und Google-Dokument zur Planung bloggen wollen 😉

    Ich habe sonst eigentlich keine Tipps, außer vielleicht, Beiträge zu schreiben, wenn man Lust hat und dann zur Not auch Wochen im Voraus zu planen. Manchmal will ich halt im Sommer Weihnachtsplätzchen backen und das Rezept auf dem Blog haben – also schreibe ich und veröffentliche es im Dezember.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Celine
    August 2, 2016 at 1:59 pm

    ein richtig hilfreicher blogpost! x
    http://www.breathingdaze.com

  • Reply
    Kathairna
    Oktober 24, 2016 at 8:03 pm

    Super Beitrag! Ich lege direkt los. Danke 🙂
    Ahoi, Katharina

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