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Blogparade: Ein Foto und seine Geschichte // Kindheitserinnerung

Vor einiger Zeit durchforstete ich meine Festplatte und stieß dabei auf dieses Kinderfoto von mir. Es wurde im August 2001 aufgenommen. Vor fast vierzehn Jahren also. Das erscheint mir so unwirklich, sind mir jene lauen Sommerabende doch ziemlich genau im Gedächtnis geblieben. Sie zählen sogar zu meinen ersten bewussten Erinnerungen. Damals war ich zarte vier Jahre alt. Ein kleiner blonder Lockenkopf, der stets ein breites Lächeln auf den hellrosa Lippen trug und mit einer großen Portion Neugier die Welt erkundete.

Ich konnte mich für die dämlichsten Sachen begeistern. Ein Taschentuch? Das trendigste Outfit für meine Puppen! Ein Ahornsamen? Juhu, den stecke ich mir gleich auf die Nase! Ich hatte eben für alles eine Verwendung. Auf dem oben gezeigten Foto halte ich ebenfalls ein undefinierbares Ding in der Hand, von dem ich jedoch keine Ahnung habe, wie ich daran kam. Jedenfalls war es so schön rot, an der Spitze befand sich ein Flamingo und ich wollte mir ständig damit in der Nase bohren. Kurz gesagt; ich hatte meinen Spaß damit.

An diesem Abend im August war es unglaublich warm draußen. Meine Schwester und ich spielten stundenlang im Garten, obwohl wir eigentlich längst hätten im Bett sein müssen. Die Sonne ging gerade unter und wärmte mit ihren letzten Strahlen meine Haut. Da damals alle Bäume und Sträucher frisch angepflanzt waren, fand die Sonne viel leichter einen Weg in unseren Garten, als heute.

Mein Lieblingsort zu diesem Zeitpunkt war die Schaukel. Ich konnte mir keinen schöneren Platz auf der ganzen Welt vorstellen! An manchen Tagen machte ich es mir einfach nur bequem und sah mir Bilderbücher an, doch meistens drehte ich mich im Kreis oder schaukelte wie eine Verrückte. Immer höher, immer weiter! Der Wind strich durch meine Haare, blies mir feine Strähnen in die Augen, während ich vor Freude schrie und lachte. Über mir erstreckte sich die unendliche Weite des Himmels, das strahlende Blau. Ich hatte das Gefühl, nach den Wolken greifen zu können.
Mit meiner großen Zehe streifte ich immer wieder das Gras. Ich mochte das Gefühl der frisch gemähten Grashalme unter meinen nackten Füßen. Dieses sanfte Kitzeln an den Sohlen fühlte sich gut an. Allerdings ärgerte ich mich auch, dass ich mit meinen Füßen nicht den Boden berühren konnte, wenn ich ruhig in der Schaukel saß.

Früher verbrachte ich so viel Zeit in diesem Eck unseres Gartens. Keine Ahnung, wieso ich es jetzt nicht mehr tue. Ich schätze, als ich in die Pubertät kam wurde schaukeln uninteressant und uncool, weswegen das Gerüst seitdem völlig verlassen ist. Vielleicht sollte ich das in Zukunft ändern…

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Ein Foto und seine Geschichte“ bei der die teilnehmenden Blogger jeden Monat ein Bild zu einem bestimmten Thema posten und dessen Geschichte erzählen. Hier seht ihr eine Liste mit allen Veröffentlichungsterminen der ersten Runde:

25.05. Alicja
26.05. Lea
27.05. Franziska
28.05. Hanna
29.05. Aileen
30.05. Ich
31.05. Vita
01.06. Jana
02.06. Jessica
03.06. Feli

 

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6 Comments

  • Reply
    Vita Re
    Mai 30, 2015 at 4:00 pm

    Oh wie süß ist das denn! Finde es total schön, was für unterschiedliche Geschichten jeder erzählt und wie man so als Kind war 😀

  • Reply
    Jana
    Mai 30, 2015 at 8:46 pm

    Sehr süßes Foto! 🙂 Die Schaukel sieht wirklich unglaublich gemütlich aus! Und du hast deine Erinnerungen sehr schön und lebhaft aufgeschrieben 🙂

    Liebe Grüße ♥

  • Reply
    Sarah
    Mai 31, 2015 at 1:09 pm

    Wie süß ♥
    Ich weiß nicht ob ich mich an diese Zeot noch so lebhaft erinnern könnte wie du 😀

    Liebste Grüße von Sarah
    http://lagallerie-blog.blogspot.de/

  • Reply
    Julie
    Juni 1, 2015 at 7:34 pm

    Das Bild ist echt zuckersüß und ich finde den Post echt toll! ♥

  • Reply
    Lisa Blonde
    Juni 2, 2015 at 2:07 pm

    Ein wirklich schönes Foto und eine süße Geschicht dazu. 🙂

    Liebste Grüße,
    Lisa von Ash Blonde

  • Reply
    Sabrina
    Juni 6, 2015 at 1:11 pm

    Super süß das Foto und toller Beitrag 🙂
    Liebe Grüße Sabrina

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