27 In Movies & TV/ Review

Gehyped: 13 Reasons Why // Meinung & Vergleich zum Buch

Gehyped: 13 Reasons Why // Meinung & Vergleich zum Buch

Als Serienjunkie kommt man an Netflix‘ „13 Reasons Why“ (dt. „Tote Mädchen lügen nicht“) momentan unmöglich vorbei. In den sozialen Netzwerken wird die Produktion stark gehyped, aber auch heiß diskutiert und nicht selten für ihre schonungslose Darstellung kritisiert. Schon jetzt ist die Serie einer der weltweit größten Erfolge für Netflix!

Es ist ungefähr 6 oder 7 Jahre her, dass ich Jay Ashers gleichnamige Romanvorlage gelesen habe. An die Details der Geschichte konnte ich mich mich somit nicht mehr genau erinnern, doch im Großen und Ganzen ist mir das Buch nicht als übermäßig positiv im Gedächtnis geblieben (dazu später mehr). Trotzdem wurde ich sofort neugierig, als ich von der Verfilmung erfuhr. Die 13, rund 50-minütigen, Episoden hatte ich mir innerhalb kürzester Zeit komplett angesehen, denn schon die erste Folge zog mich in ihren Bann.

Hannah Bakers Geschichte macht nachdenklich, ist bewegend und sehenswert. Im heutigen Post möchte ich nochmals genauer auf „13 Reasons Why“ eingehen, meine Meinung schildern und erzählen, warum mir die Serie so viel besser gefällt, als das Buch.

Gehyped: 13 Reasons Why // Meinung & Vergleich zum Buch

Netflix hat die Teens entdeckt

Sagen wir es mal so, bisher war Netflix nicht unbedingt für Eigenproduktionen bekannt, die sich an ein überwiegend jugendliches Publikum richten. Das fand ich stets sehr schade, da ich eine große Verfechterin des YA-Genres bin. Natürlich gibt es unheimlich viele Teenie-Dramen, die vor Klischees nur so strotzen. Doch es existieren auch Ausnahmen, die Tiefgang besitzen und durchaus Themen behandeln, welche für jede Altersgruppe interessant bzw. lehrreich sein können. Man denke hierbei nur an Geschichten, wie beispielsweise „Looking for Alaska“ oder „The Perks of beimg a Wallflower“.

Nachdem Netflix also bereits mit der exklusiven Lizenzware „Riverdale“ einen Hit bei uns Teens und Twens landen konnte, folgte mit „13 Reasons Why“ Ende März das internationale Revival der Highschool-Serie. Gut möglich, dass der Streamingdienst sich dieses Potenzial zunutzen macht und in Zukunft mehr Produktionen für die genannte Zielgruppe zur Verfügung stellt. Mein persönlicher Wunsch wäre ja eine Live-Action-Serienadaption von „Life is Strange“ in Zusammenarbeit mit Netflix. Bis dahin ist es aber vermutlich noch ein langer Weg. Widmen wir uns deswegen zunächst „13 Reasons Why“.

Ein heikles Thema, toll inszeniert

„13 Reasons Why“ dreht sich um Schülerin Hannah Baker, die Selbstmord beging und vor ihrem Tod 7 Audiokasseten für ihre Mitschüler aufnahm. Auf diesen Kassetten nennt sie 13 Gründe, wieso es zu der Entscheidung kam, wobei einige ihrer Mitschüler maßgeblich in die Geschehnisse involviert sind. Auch der zurückhaltende Clay Jensen erhält jene Kassetten und kann sich zunächst nicht erklären, warum er einer der Auslöser für Hannahs Suizid gewesen sein soll.

So harmlos die Serie auch beginnt, gegen Ende wird die Handlung immer düsterer. Es geht um heikle Themen. Mobbing, Vertrauensbruch, sexuelle Gewalt und natürlich Suizid von Teenagern. Das ist nichts für schwache Nerven, weswegen am Anfang einiger Episoden sogar eine Triggerwarnung eingeblendet wird. Experten kritisieren die Serie zudem aufgrund ihrer schonungslosen Darstellung und raten psychisch labilen Menschen davon ab, sich „13 Reasons Why“ anzusehen. In Neuseeland dürfen Jugendliche die Serie sogar nur noch unter Aufsicht von Erwachsenen sehen. Ich kann diese Bedenken durchaus verstehen, doch meiner Meinung nach haben die Produzenten nichts beschönigt, sondern unmissverständlich gezeigt, dass Hannahs Selbstmord nichts Gutes ist.

Die Serie verdeutlicht, wie wichtig ein respektvoller Umgang miteinander ist. Eine unbedachte Aktion kann schreckliches Chaos im Leben der anderen Person anrichten und deren Ruf für immer ruinieren, so wie es auch in „13 Reasons Why“ passierte. Genauso wichtig ist es aber, bei Mobbing nicht einfach zuzusehen, zu schweigen, um nicht involviert zu werden. Jeder sollte eingreifen!

Hannahs Wandlung von einem fröhlichen Mädchen zum depressiven Teenager ist ebenso herzzerreißend wie tragisch. Einzeln betrachtet mögen die Gründe für ihren Tod nicht nachvollziehbar, gar überdramatisiert wirken. Nichts davon ist schön, doch eine halbwegs starke Persönlichkeit hätte diese Erlebnisse durchaus verarbeiten können. Der springende Punkt bei „13 Reasons Why“ ist die Verkettung unglücklicher Ereignisse. Mit jedem Vorfall verlor Hannah ein Stückchen ihres Selbstbewusstseins, bis sie schließlich so verzweifelt war, dass sie keinen Ausweg mehr sah. Natürlich trifft ihre Mitschüler eine Teilschuld, aber diese alleine für alles verantwortlich zu machen ist zu einfach. Zwischendurch scheint es nämlich fast so, als wollte Hannah sich gar nicht helfen lassen.

Clay trifft Hannahs Tod von allen Mitschülern wohl am meisten, da er Gefühle für sie hatte und sich zudem nicht daran erinnern kann, Hannah jemals etwas Gemeines angetan zu haben. Aus diesem Grund fällt es ihm besonders schwer, die Kassetten vollständig anzuhören. Als Zuschauer bekommt man diesen inneren Kampf hautnah zu spüren, leidet mit Clay und teilt seine Trauer. Ich habe von Usern gelesen, die diesen langsamen Erzählrythmus bemängelten und der Meinung waren, die Handlung würde dadurch künstlich in die Länge gezogen werden. Ein berechtigter Kritikpunkt. Allerdings ermöglicht mehr Sendezeit auch einen detaillierteren Einblick in die Gefühlswelt der unterschiedlichen Charaktere. Clays hadern mit der Situation war somit realistisch und entsprach seiner Persönlichkeit.

Schauspielerisch gesehen ist „13 Reasons Why“ definitiv keine normale Teenie-Serie. Der gesamte Cast beweist hier enormes Talent und schafft es, die Geschichte glaubhaft zu vermitteln. Besonders beeindruckt haben mich die Szenen, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden wurden.

Was mich zudem sehr überrascht hat, ist die Tatsache, dass Selena Gomez eine der Produzenten der Serie ist. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bisher assoziierte ich diesen Namen eher mit Disneychannel, Justin Bieber oder austauschbaren Popsongs. Die Entwicklung einer so spannenden Sendung hätte ich ihr deswegen gar nicht zugetraut.

Vergleiche zur Buchvorlage

Vor einigen Jahren, habe ich Jay Ashers gleichnamigen Roman gelesen. Leider konnte mich das Buch damals nicht fesseln, da ich ein grundlegendes Problem mit dessen Figuren hatte. Die verstorbene Protagonistin Hannah Baker war schlichtweg unsympathisch. Obwohl ich mich sehr bemühte, ihre Beweggründe zu verstehen, wurde ich nicht warm mit ihr. Auf mich machte die Buch-Hannah einen berechnenden, rachsüchtigen Eindruck. Als hätte sie die Kasetten nur aufgenommen, um ihren Mitmenschen eines reinzuwürgen. Wahrscheinlich stimmt das sogar, doch, im Gegensatz zur Serie, bleibt Hannahs Buchversion stets emotionslos und unnahbar. Die Romanvorlage ist quasi ein einziger Monolog aus Vorwürfen und persönlichen Dramen. Man bekommt ausschließlich ihre Sicht der Dinge aufgetischt. Das fand ich sehr eindimensional.

Nachdem ich die Serie beendet hatte, las ich einige Passagen des Buches erneut. Vielleicht war mir die Geschichte ja nur falsch in Erinnerung geblieben? Aber nein, ich habe meine Meinung nicht geändert.

Auch Clay und die anderen Jugendlichen bleiben im Buch lediglich Statisten innerhalb eines von Hannah festgelegten Spiels. Man erhascht zu keinem Zeitpunkt einen Blick hinter die Fassade, weswegen es keine der Figuren schafft, aus den gängigen Genre-Klischees auszubrechen. Dabei wäre durchaus Potenzial für mehr Tiefgang vorhanden gewesen.

In der Serie wurde dieser Aspekt sehr viel besser gelöst! Die einzelnen Hauptpersonen kommunizieren untereinander, wobei jeder eine andere Sichtweise auf Hannahs Kassetten hat. Schnell erfährt der Zuschauer, dass diese Figuren selbst mit Konflikten zu kämpfen haben, die man auf den ersten Blick nicht vermutet hätte. Justin und Jessica beispielsweise sehen sich mit Problemen konfrontiert, die sie von Tätern zu Opfern machen. „13 Reasons Why“ zeigt eindrucksvoll, dass nicht alles im Leben nur schwarz und weiß ist.

Interessant ist zudem die Rolle, die Hannahs Eltern in der Serie einnehmen. Während diese im Buch gänzlich vernachlässigt wurden, bilden sie hier einen zentralen Teil der Handlung. Hannahs Mutter ist selbstverständlich bestürzt über den Selbstmord ihrer Tochter. Folge für Folge sucht sie verzweifelt nach Antworten, während ihr Mann von finanziellen Problemen geplagt wird. Schließlich kommt es zum Rechtsstreit mit der Schule. Von den Kassetten wissen nur die Jugendlichen.

Das Buch zeigt nur eine Perspektive der Geschichte, doch dessen Verfilmung geht auch auf die Konsequenzen ein, die Hannah Bakers Entscheidung nach sich zieht. Es ist den Produzenten gelungen, realistisch und ausführlich zu beleuchten, was ein solcher Vorfall mit den Verbliebenen anstellt. Obwohl man in gewisser Weise schon zu Anfang weiß, wie alles enden wird, bleibt die Serie spannend bis zur letzten Sekunde!

Staffel 2 bereits bestätigt

Seit einigen Tagen ist es offiziell; Netflix hat eine 2. Staffel von „13 Reasons Why“ in Auftrag gegeben! Ich sehe diese Entscheidung mit gemischten Gefühlen. Einerseits existieren in der letzten Episode viele Andeutungen und offene Handlungsstränge, die genügend Stoff für eine Fortsetzung hergeben. Allerdings ist Hannahs Geschichte einfach zuende erzählt. Eine 2. Staffel zerstört, meiner Meinung nach, die Aussagekraft der Serie. Trotzdem möchte ich mich gerne überraschen lassen und wer weiß? Vielleicht kann ich ja doch vom Gegenteil überzeugt werden. Jedenfalls bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung!

Hast du „13 Reasons Why“ schon gesehen? Was denkst du über eine 2. Staffel?

You Might Also Like

27 Comments

  • Reply
    Mara Luna
    Mai 10, 2017 at 6:15 pm

    Liebe Cora,

    ich weiss gar nicht, ob ich Dir gegenüber schon mal erwähnt habe, dass ich überhaupt kein Serien-Mensch bin und in meinem Leben höchstens drei Serien ’seriös‘ begonnen habe (und keine beendet… bisher). Ich finde es trotzdem ganz interessant, davon zu lesen und mag deine Posts zu allmöglichen Serien sehr gerne. 13 Reasons why ist ja momentan in aller Munde, was ich ziemlich interessant finde. Wie du habe ich das Buch vor etwa 4 Jahren gelesen und war damals so 11 / 12 Jahre alt, also ziemlich jung für eine solch happige Lektüre. Allerdings hatte ich auch einiges auszusetzen – und finde nun meine Kritikpunkte in einigen anderen Rezensionen zur Serie wieder. Mich interessiert sehr, wie Du dazu stehst! Die Triggerwarnung ist durchaus wichtig, stelle ich mir die Serie für suizidal gefährdete Menschen wirklich triggering vor. Vor allem aber die Romantisierung des Selbstmordes selbst (wirklich des Selbstmords selbst – nicht der Gründe und auch nicht des Akts, sondern der Tat) und die unausgesprochenen Kontroversen bezüglich Hannah finde ich problematisch (ruiniert Leben der Hauptperson, die jedoch eigentlich alles richtig gemacht hat, hinterlässt ihren Eltern keinen Brief, holt sich nicht Hilfe in ihrer Notsituation…). Aber alle meine Freund_innen, die die Serie gesehen haben (die sind alle auch Serienjunkies ;)) haben sie aber auch geliebt!

    Herzlich,
    Mara

    • Reply
      Carolin
      Mai 10, 2017 at 9:10 pm

      Dankeschön für deinen ausführlichen Kommentar, liebe Mara! <3 Du hast tatsächlich noch nie erwähnt, dass du keine Serien guckst. Ich persönlich könnte ohne ja gar nicht mehr leben! Bin ein absoluter Serienjunkie und um ehrlich zu sein, sind mir Serien sogar vieeeel lieber, als Filme. Ich glaube, eigentlich war ich damals auch noch etwas zu jung für das Buch. Nicht in dem Sinne, dass mich die Thematik total fertig gemacht hat, sondern eher, weil ich die gesamte Tragweite der Geschichte nicht zu 100% begreifen konnte. Das ist jetzt natürlich anders. Dennoch hat sich an meinen Hauptkritikpunkten nichts geändert.
      Die Triggerwarnungen sind schon berechtigt. Allerdings werden sie nur bei den betreffenden Episoden (gegen Ende der Serie) eingeblendet. Da ist man jedoch schon so sehr von der Handlung vereinnahmt, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Vielleicht wäre es besser, die Zuschauer gleich zu Anfang darauf hinzuweisen, was sie erwartet. Dann können diese Personen noch rechtzeitig abbrechen. Ich selbst bin ja jemand, der mit heiklen bzw. anspruchsvollen Themen in Büchern und Filmen gut umgehen kann. Ich bin da kein bisschen zartbesaitet, obwohl ich mir anschließend natürlich trotzdem so meine Gedanken mache. Mir fallen aber durchaus Menschen in meinem Umfeld ein, die sowas echt mitnimmt.
      Die Szene mit Hannahs Selbstmord fand ich in der Serie keinesfalls romantisiert dargestellt. Eher im Gegenteil. Ich musste ganz kurz wegschauen, weil es echt qualvoll aussah. Ansonsten stimme ich dir zu. Hannahs Verhalten gegenüber Clay war nicht okay. Sie hätte wissen müssen, was sie ihm damit antut. Letztendlich kann man ewig darüber diskutieren, wer nun woran Schuld hat oder doch nicht...
      Trotzdem eine beeindruckende Serie!

  • Reply
    bknicole
    Mai 10, 2017 at 6:35 pm

    Durch meine Rezension weißt du ja schon, dass ich dir in allen Punkten zustimmen. Deshalb wollte ich mal deine Frage zur 2.Staffel aufgreifen. Ich war da wie gesagt auch zwiegespalten und finde, dass Hannas Geschichte erzählt ist. Ob es nun eine zweite Staffel wirklich braucht, bleibt abzuwarten. Klar, gibt es einige Cliffhänger und ich möchte nicht abstreiten, dass ich auf deren Auflösung nicht gespannt bin, aber die Buchgeschichte ist nun mal abgeschlossen und gerade deshalb hätte ich es gut gefunden, wenn es bei einer Staffel geblieben wäre.

    Jedoch sage ich auch offen und ehrlich, dass ich nun natürlich neugierig bin und mich dann auch gerne vom Gegenteil überzeugen lasse. Vielleicht hauen uns die Produzenten mit der zweiten Staffel auch wirklich um und begeistern. Jay Asher meinte ja auch, dass er öfter mit dem Gedanken gespielt hat noch einen zweiten Band zu veröffentlichen, in dem er drauf eingeht, was aus den Figuren geworden ist. Sich dann aber dagegen entschieden hat, aber deshalb auch kein Problem mit der Fortführung der Handlung hat.

    Bisher habe ich gehört, dass Hanna immer noch ein wichtiger Teil der Serie sein soll und sie auch die Rückblicke beibehalten. Da gäbe es wohl noch Geschichten, die sie erzählen möchte. Jedoch wird das Voice Over in der nächsten Staffel eine andere Figur übernehmen. Da bin ich schon sehr gespannt, wer das sein wird, ob es Clay oder vielleicht auch Jessica ist, deren Geschichte ja ein wichtiger Teil werden wird. Ansonsten soll vor allem die Gerichtsverhandlung und die Frage wer letzten Endes wirklich Schuld ist im Mittelpunkt stehen, Jessicas Weg zur Heilung, die Frage ob Bryce endlich Konsequenzen erfährt und natürlich auch, wie die Eltern mit den Kasetten umgehen. Auf die Einbindung von Hanna bin ich wie gesagt gespannt und hoffe, dass die Rückblicke weiterhin sinnvoll und logisch sind.

    • Reply
      Carolin
      Mai 10, 2017 at 9:49 pm

      Finde es echt super, dass wir bei dieser Serie mal wieder auf der gleichen Wellenlänge sind. 🙂 Deine Ansichten bezüglich der Fortsetzung teile ich nämlich 1:1. Ich bin total neugierig darauf, wie die Geschichte weitergeht, was mit Jessica passiert, ob Bryce tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden kann und was Tyler plant. Welche Rolle Hannah in der 2. Staffel spielen soll, kann ich mir jetzt aber noch nicht vorstellen. Sie hat ihre Geschichte erzählt, Clay hat erkannt, dass er ihr trotz allem nicht hätte helfen können bzw. nicht dafür verantwortlich ist und Ende. Für mich war da eigentlich alles gesagt. Aber ich lasse mich dennoch gerne überraschen.

      • Reply
        bknicole
        Mai 13, 2017 at 12:35 pm

        Gern geschehen und ich freue mich wie gesagt immer, dass ich euch allen damit eine Freude bereiten kann ;).

        Ich hätte es ja noch am logischsten gefunden, wenn Hannah weiterhin das Voice Over wäre. Das war ja auch bei Desperate Housewifes so, dass uns die Figur, die direkt in der ersten Folge gestorben ist, dann als Erzählerin durch die Serie leitet. Aber Netflix hat jetzt auf dem offiziellen Twitter Account fünf Infos zur kommenden Staffel geteilt und dort wurde geschrieben, dass wir die Geschichte von Hannah nun auch aus den Augen der anderen Figuren sehen werden. Sie hatten ja in der Serie betont, dass wir nur Hannahs Wahrheiten sehen ,die ja nicht immer zutreffend ist, wie wir bei Zach gesehen haben und auch Jessica meinte ja, dass Hannah diejenige gewesen sei, die nicht mehr in Monets kam und nicht sie und das würden sie wohl aufgreifen wollen. Mal abwarten. Dauert ja jetzt leider noch bis nächstes Jahr, bis wir mehr wissen. Wie Clays Geschichte weitergeht da bin ich auch gespannt.

  • Reply
    Neri
    Mai 10, 2017 at 7:51 pm

    Ich finde es toll, dass Du so intensiv Buch und Serie vorstellst und gegenüber stellst! Ich habe die Serie noch nicht begonnen. Sie steht aber weit oben auf meiner Liste.

    • Reply
      Carolin
      Mai 10, 2017 at 9:52 pm

      Danke! Freut mich, wenn ich dich neugierig machen konnte. 🙂

  • Reply
    Joanna
    Mai 10, 2017 at 7:58 pm

    Ich hab die Serie noch nicht gesehen, hab aber damals das Buch gelesen und habe es auch eigentlich als positiv in Erinnerung. Für mich war Clay von Anfang an die Hauptfigur und das Buch hat gezeigt, wie scheiße es ist, wenn man in so etwas mit reingezogen wird, obwohl man sich nichts vorzuwerfen hat. Das Buch hat keinen Zweifel daran gelassen, dass Clay unschuldig ist und auch das finde ich wichtig. Niemand hätte sie von der Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, abbringen können. Die Beweggründe für Hannahs Depressionen fand ich, im Gegensatz zu scheinbar recht vielen, ziemlich schlimm und nachvollziehbar. Ob es für einen Selbstmord reicht, soll dahingestellt bleiben. Mir hat das Buch damals gezeigt, dass Hannahs Selbstmord tatsächlich eine Art letzter Ausweg war, um noch ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Mich hat es nicht so sehr gestört, dass Hannah schlecht dabei wegkam, Clays Rolle fand ich viel spannender und interessanter. Vielleicht muss ich das Buch nochmal lesen und die Serie dann ansehen, aber deine Kritik am Buch kann ich aus meinen Erinnerungen heraus, wenig nachvollziehen.

    • Reply
      Carolin
      Mai 10, 2017 at 10:27 pm

      Was Clays Rolle betrifft, stimme ich dir zu. Ich fand es ebenfalls unfair von Hannah, dass sie Clay in die Sache hineingezogen hat, wo er ihr doch wirklich nichts getan hat. Aus diesem Grund habe ich in meinem Beitrag auch erwähnt, dass Hannah es sich mit den Kassetten zu einfach gemacht hat. Über die Beweggründe kann man natürlich streiten. Ich glaube einfach, dass sie die Häufung so vieler negativer Erlebnisse schließlich verzweifeln ließ. Was mir an der Serie sehr viel besser gefallen hat, war die Tatsache, dass auch die Reaktionen des Umfelds in die Handlung integriert wurden. Im Buch war mir das zu sehr auf Hannah und Clay fokussiert. Das sieht natürlich jeder anders.

      • Reply
        Joanna
        Mai 11, 2017 at 12:42 pm

        Ja, das stimmt schon. Ich kann mich an die anderen Charaktere so gut wie gar nicht mehr erinnern, aber das ist eine andere Sache. Ich überlege noch, ob ich die Serie schauen soll, weil ich in der Schulzeit auch suizidgedanken hatte, nicht ganz ernstzunehmend, doch auch als Folge auf Mobbing etc. Da hat mir das Buch unfassbar gut geholfen, weil ich mir einfach vorgestellt hab, dass irgendwo auch ich einen Clay habe, der am Boden zerstört wäre.
        Ohne die Serie gesehen zu haben, bin ich einer 2. Staffel gegenüber recht kritisch eingestellt, weil das möglicherweise an den Haaren herbeigezogen sein könnte und nicht mehr zur Handlung wirklich beiträgt.

        • Reply
          Carolin
          Mai 12, 2017 at 4:57 pm

          Hmm, wie weiter oben schon erwähnt, bin ich jemand, der solch sensible Themen in Büchern und Filmen in der Regel gut verkraftet. Deswegen kann ich auch schlecht einschätzen, inwieweit sowas auf betroffene Personen verstörend o. Ä. wirken könnte. Mir persönlich hat die Serie einfach verdeutlicht, dass ein respektvoller Umgang miteinander wichtig ist, weil man nie wissen kann, was in der jeweiligen Person vorgeht. Wenn dir das Buch damals geholfen hat, wird dir die Serie aber bestimmt auch gefallen. Vielleicht wäre es ja eine Idee, sie nicht alleine, sondern mit Familie oder Freunden zu schauen. Dann kann man sich anschließend gut darüber austauschen.

  • Reply
    Christine
    Mai 11, 2017 at 10:43 am

    Ich sehe das mit der zweiten Staffel auch sehr kritisch!
    Zwar fand ich die Serie im Vergleich besser als das Buch (auch wenn mich bei beiden ein paar Sachen massiv stören…), aber eine zweite Staffel muss echt gar nicht sein! Sehe den Sinn nicht und es ähnlich wie du: es macht viel von der Aussage kaputt. Man muss auch nicht alles was erfolgreich ist immer weiterführen…

    • Reply
      Carolin
      Mai 12, 2017 at 5:26 pm

      Was hat dich an der Serie denn gestört? Ich bin zwar sehr gespannt auf die 2. Staffel, aber kritisch bleibe ich trotzdem. Meiner Meinung nach hatte der Interpretationsfreiraum am Ende seinen eigenen Reiz, denn alles Wichtige war gesagt und um den Rest muss man sich eben selbst Gedanken machen.

  • Reply
    Jule
    Mai 11, 2017 at 4:49 pm

    Fantastisch geschrieben, liebe Carolin! Eine Review bei der es Freude bereitet, jede Zeile zu verinnerlichen – ganz besonders, wenn man weder das Buch gelesen hat (eine Freundin berichtete mir aber damals ausführlich worum es ging als wir uns über unsere liebsten Bücher austauschten) noch je eine Folge der Serie gesehen hat. Diese gehört aber zu den Hypes, denen ich nachgehen werde, denke ich; zumindest haben mich deine Worte sehr überzeugt! Ohne es gesehen zu haben finde ich das mit einer zweiten Staffel auch kritisch.. es ist sowieso immer sehr schwer EIN Buch in eine so lange, verfilmte Geschichte zu verpacken – siehe Hobbit.. Aber ich werd‘ definitiv demnächst mal reinschauen! Das Buch reizt mich inzwischen natürlich nicht mehr, aber dass es Schwächen hat würde ich zum Beispiel bei Jugendbüchern dennoch nicht so kritisch sehen; ich erinnere mich kaum an Jugendbücher die ich gelesen habe & einen super tollen Schreibstil hatten (leider!!!!). Umso schöner, wenn die Serie den Charakteren etwas Tiefe verleihen kann – da macht es mal Sinn, etwas zu verfilmen – als Grundlage eine gute Idee/Handlung & dazu kommt der Feinschliff.

    • Reply
      Carolin
      Mai 12, 2017 at 10:37 pm

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, Jule! 🙂 Ich saß wirklich ewig an diesem Beitrag, weswegen es mich natürlich umso mehr freut, dass der Post so gut bei euch ankommt. Mir macht es immer großen Spaß, über meine Lieblingsserien zu diskutieren. Schön also, wenn ich dich neugierig machen konnte.
      Die Handlung des Buches ist ja mit der 1. Staffel bereits abgeschlossen, was bedeutet, dass die Fortsetzung sich an keine Vorlage mehr hält. Ich kann mir bisher allerdings nicht so recht vorstellen, wie das aussehen soll. Dass es generell keine Jugendbücher mit tollem Schreibstil gibt, würde ich so nicht sagen. Für mich bedeutet ein guter Schreibstil nämlich nicht nur eine Sammlung kluger und komplizierter Wörter. Ich habe es lieber, wenn ein Buch locker und flüssig geschrieben ist, mich dabei aber irgendwie fasziniert.

  • Reply
    Tabea
    Mai 11, 2017 at 8:13 pm

    Die Verfilmung habe ich allerdings nicht gesehen, da ich kein Abo für Netflix habe, weil ich auch sonst keine Lust habe, Serien zu schauen… Schade eigentlich, denn was ich über die Serie gelesen habe, klingt wirklich vielversprechend.

    Mit Looking for Alaska und The Perks of Being a Wallflower hast du echt zwei weitere, tiefgründige Romane erwähnt, die mich beeindruckt haben. Aber auch The fault in our stars und Bevor ich sterbe sind solche Bücher, die ich genial finde, weil sie ernst Themen in die Köpfe der Menschen bringen.

    Dass nichts beschönigt wurde, finde ich bei so einem Thema wirklich wichtig – auch, wenn man dann den Film nicht mehr so leicht „wegsteckt“. Man muss den Menschen einfach die Grausamkeit in ihrer echten Form zeigen, damit sie sehen, wie schlimm Mobbing etc. sein können.

    Dass die Gefühlswelten in bewegten Bildern besser umgesetzt wurden als in Worten im Buch, ist aber echt schön. Meist ist es sonst ja andersrum…

    Liebe Grüße

    • Reply
      Carolin
      Mai 12, 2017 at 11:07 pm

      Ich kann dir ein Netflix-Abo echt nur ans Herz legen! Das lohnt sich total und ich möchte es mittlerweile nicht mehr missen. Besonders die Eigenproduktionen sind bei Netflix natürlich interessant und meistens wirklich sehr hochwertig.
      „Looking for Alaska“, „The Perks of Being a Wallflower“ und „The Fault in our Stars“ haben mich damals echt total berührt, weswegen ich alle drei Bücher sogar mehrmals gelesen habe. Das kommt bei mir ziemlich selten vor, aber ich liebe Geschichten, die nicht so oberflächlich sind.

  • Reply
    Anaïs
    Mai 12, 2017 at 9:52 am

    Liebe Caro, bisher bin ich an Serien immer etwas vorbeigerauscht und hab das bisher nicht wirklich für mich entdeckt. Gerade schaue ich aber die Serie Girls von Lena Dunham und bin recht begeistert. Auf allen Social Media Kanälen komme ich von 13 Reasons Why zu hören, wusste aber nie um was es genau geht. DANke für den Überblick! Ich weiss noch nicht, ob ich mag, aber ich werde mich vielleicht auch einmal an die Serie wagen…
    Ganz herzlich, Anaïs

    • Reply
      Carolin
      Mai 12, 2017 at 11:28 pm

      Ich kann dir Netflix bzw. Serien generell sehr ans Herz legen. Ich liebe das so sehr! Auf meinem Blog findest du außerdem noch andere Serienempfehlungen. Vielleicht ist da was für dich dabei. 🙂 Die Sendung „Girls“ kenne ich allerdings gar nicht. Worum geht’s da denn?

      • Reply
        Anaïs
        Mai 17, 2017 at 12:24 pm

        Es geht um Lena Dunham, von ihr hast du bestimmt auch schon gehört – sie hat das Buch Not That Kind Of Girl geschrieben, ist auch gerade eine Rezension hochgegangen dazu! Sie soll wohl von Gossip Girl und Sex and The City inspiriert sein. Es spielt in New York und was mir so gefällt ist, dass die Hauptdarstellerinnen eben keine typischen Mädchen sind von ihrem äusseren Erscheinungsbild und ich finde die Serie auch richtig lustig. Aber grundsätzlich geht es eigentlich um Sex, Freundschaft, Familie und Krise. Hört sich recht uncool an, hat aber wirklich was!

  • Reply
    Katharina
    Mai 14, 2017 at 12:19 pm

    Ich habe genau wie du vor einigen Jahren das Buch gelesen und jetzt die Serie verschlungen! Das Buch blieb mir auch nicht wirklich in Erinnerung, aber die filmische Umsetzung hat mich umgehauen. Die Blenden zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich klasse und auch die Inzenierung der Charakter und die unterschiedlichen Perspektiven auf die Situation waren absolut überzeugend. Ich freue mich auf eine Fortsetzung!
    Ahoi, Katharina 🙂

    • Reply
      Carolin
      Mai 14, 2017 at 2:09 pm

      Was das betrifft haben wir ja anscheinend genau die gleiche Meinung. 🙂 Ich fand die schauspielerische Leistung auch absolut genial!

  • Reply
    bknicole
    Mai 15, 2017 at 1:17 pm

    Dankeschön für das liebe Kompliment <3. Freut mich, dass dir Gone Girl auch so gut gefallen hat. Zu dem Buch gab es ja auch gemischte Meinungen, aber ich fand das damals auch einen absoluten Page-Turner, was vor allem am Schreibstil lag. Ich hoffe natürlich, dass dir "Dark Places" dann auch zusagt.

    Das du Psychothriller für dich entdeckt hast, finde ich toll. Weißt ja, dass ich ein großer Fan des Genres bin und kann dir somit noch die Bücher von Sebastian Fitzek ans Herz legen, die sind echt verdammt gut. Genauso wie die "Rizzoli & Isles" Reihe von Tess Gerritsen. Ich glaube, dass die beiden Autoren dir auch gut gefallen könnten.

  • Reply
    Lydia Lucia
    Mai 22, 2017 at 6:23 pm

    Hi!

    Ich finde es spannend, wie die Sichtweisen auf diese Serie auseinandergehen können. Ich finde den Hype allerdings bedenklich und schreibe noch dieses Jahr meine Bachelorarbeit über die Serie als Phänomen und untersuche insbesondere die Rezeption bei Jugendlichen Zuschauern. Du stellst das gut dar, dass sich da Netflix an eine „neue“ Zielgruppe rantastet, aber die Frage ist: zu welchem Preis? Schnell eine Produktion durch hauen, um gut anzukommen und dann dazu noch zu einem so sensiblen Thema? Ich finde, dass vieles einfach verfehlt wurde und die Weltgesundheitsorganisation warnt nicht umsonst vor dieser Serie. Ich war als Jugendliche auch sehr schwer depressiv und so rückblickend hätte ich meinem Vergangenheits-Ich stark davon abgeraten, diese Serie zu schauen. Du hast Recht: diejenigen, die in dieser Serie nicht die Opfer sind, sondern die vermeintlichen Auslöser für Hannahs Selbstmord, also die „Mobber“, stellen sehr gut dar, was Worte und Taten auslösen können. Allerdings wird viel zu wenig beleuchtet, dass zwischen Mobbing und Suizid keine Kausalität herrscht. Will heißen: Mobbing resultiert nicht gleich in einem Selbstmord. Will sagen: Es hätte viel mehr beleuchtet werden müssen, was für ein Mensch Hannah ist und dass eben mehr dazu gehört, suizidgefährdet zu sein als „““nur“““ ein Mobbing-Opfer zu sein. Ich weiß, dass ist sehr hart formuliert, aber damit möchte ich nur deutlich machen, wie flach die Serie doch geworden ist, ob des sensiblen Themas. Und da finde ich, dass die Serienmacher eine enorme Verantwortlichkeit tragen und da reichen diese Warnungen, die man eh eher übersieht als dass man sie bewusst wahrnimmt, meiner Meinung nach einfach nicht aus, da man es hätte anders darstellen können.

    Liebe Grüße
    Lydia

    • Reply
      Carolin
      Juni 9, 2017 at 10:18 pm

      Die Serie als Thema für die Bachelorarbeit zu nehmen finde ich ja echt spannend! Würde mich auch echt interessieren, zu welchem Schluss du da letztendlich kommst.
      Ich persönlich fand die Serie gut dargestellt und bin der Meinung, es wurde sich auf eine respektvolle Art und Weise an das Thema herangetastet. Allerdings würde ich mich selbst auch als sehr gefestigte Persönlichkeit bezeichnen. Dass die Inhalte für Betroffene z. T. verstörend wirken können und besonders junge Leute beeinflussen, kann ich allerdings schon verstehen. Du hast natürlich Recht, Mobbing resultiert nicht zwangsläufig in Suizid und umgekehrt wird nicht jeder Selbstmordgefährdete von seinen Mitmenschen gemobbt. Die ganze Thematik ist einfach sehr komplex. Wo fängt man an und wo hört man auf? Das ist eine ziemliche Gratwanderung.

  • Reply
    Yvonne
    Mai 29, 2017 at 10:00 am

    So 🙂 Endlich komme ich dazu auch hier meine Meinung zu schreiben. Ich wollte ja unbedingt das Buch vorher lesen und nach dem Direktvergleich kann ich sagen – die Serie ist so viel besser! Im Buch denkt man sich teilweise wirklich: „Und das soll jetzt ein Grund sein?“ Klar ist Mobbin in allen Formen schlimm, aber in der Serie wurde das einfach alles besser und vielleicht auch ein bisschen extremer dargestellt. (z.B. wurde Hannah in dem Buch nicht vergewaltigt, zumindest hab ich’s so nicht aufgefasst). Auch die Verbindung zwischen Clay und Hannah war im Buch einfach nicht so stark. Insgesamt hätte man in das Buch so viel mehr reinlegen können und daher finde auch ich die Serie wirklich extrem gut gemacht. Hier erfährt man auch wie die Mitmenschen mit dem Selbstmord umgehen (z.B. die Eltern) und es gibt viele Seitenstranghandlungen. Ich finde es gut, dass nichts beschönigt wird, denn Mobbing ist wirklich ein ernstes Thema an Schulen und zu jeder Zeit aktuell.

    Ich bin sehr gespannt auf die 2. Staffel und bin auch froh, dass es eine geben wird. Nach dem Ende der Staffel 1 zu urteilen, greift auch dies ein sehr wichtiges Thema auf (Amoklauf an Schulen).

    • Reply
      Carolin
      Juni 9, 2017 at 11:05 pm

      Ich fand die Serie auch sehr viel besser dargestellt, da man unterschiedliche Perspektiven vermittelt bekam und (zumindest ich) die Charaktere besser verstehen konnte, als im Buch. Ich konnte viele von Hannahs Gründen ebenfalls nicht ganz nachvollziehen, aber ich glaube auch, es ist problematisch, darüber zu urteilen, was schlimm ist und was nicht. Die Vergewaltigung habe ich im Buch damals auch nicht sofort als solche wahrgenommen. Allerdings kann man ihre Abneigung doch deutlich spüren, obwohl sie nicht explizit „nein“ sagt. Meiner Meinung nach hat Hannah die Situation jedoch ein wenig herausgefordert, denn auf mich wirkte es so, als suche sie nach einem letzten Grund für ihren Suizid. Vielleicht hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits resigniert? Ich weiß es nicht und wahrscheinlich werden wir es nie herausfinden.
      Dass die Eltern in der Serie ein aktiver Teil der Handlung sind, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

    Leave a Reply