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Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben // #readdifferent

Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben // #readdifferent

Endlich ist es soweit! Vor genau einem Monat habe ich die Blogparade #readdifferent angekündigt, bei der jeder herzlich dazu eingeladen ist, mitzumachen. Das Thema des ersten Monats lautete „Einen neuen Autor entdecken“ und im heutigen Post stellte ich das Buch, welches ich mir hierfür ausgesucht habe, kurz vor. Natürlich gibt es sehr viele Autoren, die ich bisher noch nicht kenne, doch ich habe mich letztendlich für den Titel „Von Männern, die keine Frauen haben“ von Haruki Murakami entschieden. Wieso erfahrt ihr weiter unten.

Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben // #readdifferent

Inhaltsangabe

„Von Männern, die keine Frauen haben“ versammelt sieben neue Erzählungen Murakamis – long short stories, die wohl zum Zartesten und Anrührendsten zählen, das je von ihm zu lesen war. Und doch sind sie typisch Murakami, denn fast immer geht es darin um versehrte, einsame Männer. Männer, denen etwas ganz Entscheidendes fehlt …

Warum hast du dir diesen Autor ausgesucht?

Ich verfolge nicht nur Liesas Blog, sondern auch ihren Account auf Instagram wirklich gerne. Schon oft konnte ich feststellen, dass wir beide einen sehr ähnlichen Buchgeschmack besitzen. Aus diesem Grund vertraue ich auf ihre Rezensionen und nicht selten kommt es vor, dass ich mir einen Titel nur aufgrund ihrer Empfehlung zulege. Da Liesa immer wieder von Haruki Murakamis Büchern schwärmt, wurde ich allmählich neugierig auf seine Werke. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich außerhalb der Challenge jemals getraut hätte, etwas von Haruki Murakami zu lesen. Doch für dieses Projekt erschien mir „Von Männern, die keine Frauen haben“ perfekt.

Wieso hast du bisher noch nichts von ihm gelesen?

Eine schwierige Frage. Vermutlich liegt es daran, dass Haruki Murakami ein japanischer Schriftsteller ist und ich die asiatische Lebensweise, die sich so stark von der westlichen unterscheidet, einfach als sehr fremd empfinde. Japan ist bestimmt interessant, doch ich kann mich damit nicht wirklich identifizieren und hatte Bedenken, ob es mir bei diesem Buch ebenfalls so ergehen würde. Trotzdem wollte ich Haruki Murakami eine Chance geben, etwas Neues wagen. Immerhin wird dieser Autor bestimmt nicht umsonst international gelobt.

Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben // #readdifferent

Welche Erwartungen hattest du an den Stil und die Geschichte?

Ich hatte einige herzzerreißende, tiefgründige Erzählungen über die Liebe erwartet, die sowohl locker, als auch sehr intensiv geschrieben sind. Für mich klang der Klappentext so, als würden die Short Stories von Liebesgeschichten aus der Sicht der Männer handeln. Ansonsten hatte ich jedoch keine großen Erwartungen und ging weitestgehend unvoreingenommen an die Sache heran.

Konnte das Buch deinen Ansprüchen gerecht werden?

Tatsächlich kann Murakami unheimlich gut mit Worten umgehen, weswegen ich am Schreibstil des Autors absolut nichts zu bemängeln habe. Es fiel mir nicht schwer, in die Geschichten hineinzufinden und schon nach kurzer Zeit war ich völlig gefesselt. Ich wollte bei jeder der 7 Short Stories unbedingt wissen, wie sie endet. Allerdings, und nun kommt das große ABER, war ich mit jenen Enden fast nie zufrieden. Für meinen Geschmack war der Abschluss stets viel zu abrupt und plötzlich. Natürlich bin ich mir durchaus darüber im Klaren, dass eine Kurzgeschichte eine ganz andere Kategorie ist, als ein normaler Roman. Trotzdem hätte ich mir mehr Antworten auf die gestreuten Fragen gewünscht. Zudem wirkten einige Charaktere und Plots (ganz besonders die letzten drei) sehr sonderbar auf mich. Vielleicht habe ich den tieferen Sinn auch einfach nicht verstanden. Jedenfalls bin ich sehr zwiegespalten, was dieses Buch betrifft.

Würdest du erneut ein Werk von diesem Autor lesen? Wenn ja, welches?

Nein, obwohl ich „Von Männern, die keine Frauen haben“ weder richtig schlecht, noch außerordentlich gut fand, würde ich kein weiteres Buch von Haruki Murakami lesen. Zumindest vorerst nicht. Dazu erschien mir die Handlung mancher Kurzgeschichten zu seltsam bzw. mochte ich die offenen Enden generell nicht sonderlich.

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8 Comments

  • Reply
    bknicole
    März 14, 2016 at 3:12 pm

    Ich finde es super, dass du dich im Rahmen der Challenge an so einen außergewöhnlichen Autor herangewagt hast, aber mein Buch wäre es jetzt ehrlich gesagt nicht. Fand es aber trotzdem interessant, deine Gedanken dazu zu lesen. Aber wäre jetzt halt wirklich nicht mein Buch.

    Danke auch für deine liebe Antwort.
    Dann ist die Serie wirklich nichts für dich, denn das Beziehungsdrama steht hier echt im Mittelpunkt ;).

    • Reply
      Carolin
      März 16, 2016 at 3:33 pm

      Ohne die Challenge hätte ich wahrscheinlich nie etwas von Murakami gelesen und obwohl ich zuhause noch einige Bücher von mir unbekannten Autoren habe, fand ich es wichtig, etwas zu wagen. 🙂

  • Reply
    mara luna
    März 14, 2016 at 6:13 pm

    Liebe Carolin,

    ich freue mich sehr, dass Du Dich auch ein bisschen für mich an Murakami herangetraut hast. Ich habe da die genau gleiche Beziehung zu wie Du und Dein Beitrag und Deine Gedanken haben sich bei mir ein wenig bestätigt. Mal schauen, wann ich Murakami lese. Ich habe diesen Monat bisher vor allem Bücher von mir bisher unbekannten Autorinnen und Autoren gelesen, werde wohl aber Chimamanda Ngozi Adichie nehmen und über sie schrieben, reizt mich einfach am meisten. (Obwohl ich schon von ihr ‚We Should All Be Feminists‘ gesehen habe… Ich hoffe, das zählt trotzdem, zudem ich ja auch andere gelesen habe.

    Ich finde das Format so übrigens superschön und auch spannend, bin sehr gespannt, wie es weiterhin aussehen und werden wird! <3

    • Reply
      Carolin
      März 16, 2016 at 3:52 pm

      Liebe Mara,
      ich freue mich sehr, dass ich dir mit diesem Post helfen konnte. Immerhin ist das ja auch mein Ziel. <3 Allerdings möchte ich niemanden daran hindern Murakami zu lesen, der das vorhatte. Jeder sollte die Chance bekommen, sich seine eigene Meinung zu bilden. Es gibt schließlich auch viele Menschen, die seine Bücher lieben. Nun bin ich schon sehr gespannt auf deinen Beitrag zur Challenge!

  • Reply
    Neri
    März 15, 2016 at 9:44 pm

    Wow, das klingt wirklich interessant und ist mal etwas komplett Anderes, als das, was ich normalerweise so lese. Danke für diesen Beitrag.

    Neri

  • Reply
    Isabella
    März 16, 2016 at 10:38 am

    Das ist wohl auch ein Buch, zu dem ich so nicht greifen würde. Wie bei dir ist mir die Kultur nämlich auch ziemlich fremd und im Gegensatz zu vielen anderen Kulturen, habe ich bei dieser auch kein großes Bedürfnis sie kennen zu lernen. Auch als Reiseziel zieht es mich dann eher durch Europa, Nord- und Südamerika oder sogar Afrika. Umso interessanter ist es natürlich, einen Einblick in das Buch zu bekommen. Es scheint aber auch nichts für mich zu sein, da das Ende jeder Geschichte einen sehr großen Faktor spielt. Wenn mir ein Buch gefällt aufgrund der Geschichte und es toll geschrieben ist – aber das Ende zu abrupt, gehetzt oder unpassend ist – dann gibt das mächtigen Punkteabzug.
    Interessant fände ich noch, ob du denn generell mal wieder zu einem japanischen Autor / einer japanischen Autorin greifen würdest? Hat das Buch darauf Interesse geweckt?

    • Reply
      Carolin
      März 16, 2016 at 3:23 pm

      Ja, geht mir ähnlich. Ich würde wohl erst nach Japan etc. reisen, wenn ich schon alles andere gesehen hätte. Mich zieht es viel mehr nach Neuseeland oder Kanada. Auch in Europa gibt es noch so viele Orte, die ich unbedingt sehen möchte. Asien kommt da echt ziemlich zum Schluss, obwohl die Landschaft bestimmt auch interessant ist. Vielleicht bin ich, was das Ende der einzelnen Geschichten betrifft, zu kritisch oder sogar zu dumm, um die Bedeutung davon zu verstehen. Ich weiß nicht. Mir hat das Buch einfach nicht so gefallen, wie ich es mir erhofft hatte. Dennoch würde ich wieder ein Buch eines japanischen Autors (mir fällt nur gerade keiner ein) lesen, sofern mir die Inhaltsangabe zusagt.

  • Reply
    Laura
    März 17, 2016 at 10:40 am

    Ui, das klingt aber toll! Danke für den Tipp, kannte ich noch gar nicht 🙂

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