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Im Norden // Einmal Dänemark und zurück

Im Norden // Einmal Dänemark und zurück

Im Norden // Einmal Dänemark und zurück

Heute übergebe ich das Wort an Katharina, die erst kürzlich ihren eigenen Blog namens Sonntagsladen eröffnet hat. Jener hat meiner Meinung nach noch viel mehr Unterstützung verdient, denn ein Blick auf ihre Posts lohnt sich sehr. Zunächst aber viel Spaß beim Lesen des Gastbeitrags! 

Nach zahlreichen Ostseeurlauben ging es für mich (Katharina aus dem Sonntagsladen) dieses Jahr erstmals an die Nordsee – nach Dänemark! Ich war aufgeregt, da ich bisher weder an der Nordsee noch in einem nordeuropäischen Land Urlaub gemacht hatte. Wir waren Ende Juni, Anfang Juli dort und ich habe mich auf tolle Landschaften und wenige Menschen eingestellt. Wie mein Urlaub war, erfahrt ihr hier:

Im Norden // Einmal Dänemark und zurück

Die Reise

Da wir Fans von öffentlichen Verkehrsmitteln sind, fuhren wir mit dem Zug. Von Chemnitz über Leipzig und Hamburg bis nach Aalborg. An einem Sonntag hin und am darauffolgenden wieder zurück. Wir legten 938 Kilometer in ca. 10 Stunden zurück und zahlten pro Person pro Fahrt etwa 60 Euro. Preislich und zeitlich war das vollkommen okay, denn die Züge waren bequem und die Landschaft, vor allem in Dänemark, gut zu bestaunen. Wer gern im Zug sitzt, ein bisschen Musik hört und aus dem Fenster schaut, dem kann ich das nur empfehlen. Ich fand es super und die Zeit verging wie im Flug!

Im Norden // Einmal Dänemark und zurück

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Vor Ort

Wir waren in einem sehr kleinen Ort im Nordwesten Dänemarks. Falls es überhaupt ein Ort war, denn eigentlich standen dort hauptsächlich Ferienhäuser und einen Supermarkt gab es auch nicht. Es lag irgendwo zwischen Løkken und Lønstrup, die nächste größere Stadt war Hjørring. Der Ort war also etwas abgeschottet, aber das Haus war superhell, groß und komfortabel ausgestattet. Dank Fernseher, Tischtennisplatte, Billardtisch, Whirlpool und Sauna waren die Indoorbeschäftigungen abgesichert.

Außerdem stand das Haus nicht weit vom Strand entfernt und in wunderbarer dänischer Natur gelegen. Was mich überrascht hat: man darf am Strand Auto fahren, es gab sogar Straßenschilder. Das liegt daran, dass man an der Nordsee keine Strandtage, wie an der Ostsee verbringen kann. Es ist zu kalt, zu windig, gibt keine Strandkörbe und das Meer ist eisig. Außerdem ist das Meer auch ziemlich rau mit hohen Wellen und absolut anders als ich es von der Ostsee gewohnt bin. Also für mich war das schon mal kein Badeurlaub.

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Die Umgebung

Die Landschaft im Norden Dänemarks fand ich wunderbar, allerdings sah es in jede Richtung auch irgendwie gleich aus. Wiesen, Wälder, Dünen, Meer. Besonders beeindruckend waren dennoch die Dünen – riesige Landschaften voller Sand, ich kam mir vor wie in der Wüste. Durch den Sand rennen und von den Hängen springen, macht auch mit über 20 noch großen Spaß! Außerdem wandern die meisten Dünen durch den starken Wind und es ist sehr interessant, zu sehen, wie das die Landschaft verändert und beeinflusst.

Im Norden // Einmal Dänemark und zurück

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Die kleinen Orte waren super niedlich, mit ihren gelben oder Backstein Häusern und süßen Vorgärten. Niedliche Geschäfte, kleine Bonbonfabriken, in denen man die Produktion beobachten kann und süße Fußgängerzonen. Die Städte in Dänemark sind alle sehr beschaulich: das Anhalten und Aussteigen lohnt sich, aber ein Tagesausflug ist es keinesfalls. Wir haben unter anderen Hjørring und Skagen besucht. Während Skagen eher dorfähnlich ist, gab es in Hjørring sogar ein Einkaufszentrum! Hier habe ich den Laden Søstrene Grenes für mich entdeckt. Ein super niedliches Geschäft mit vielen bunten Deko-Artikeln, Notizheften und einfach schönen Dingen zu kleinen Preisen. In Deutschland gibt es diesen Laden nur in Hamburg, also, wenn ihr mal die Gelegenheit habt, dann nutzt sie.

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Spannend war unser Ausflug an die Spitze Dänemarks, nach Grenen, wo Ostsee und Nordsee aufeinandertreffen. Da es auch wettertechnisch der schönste Tag war, habe ich diesen Ausflug am meisten genossen. Es ist ein toller Fußweg bis an die Spitze und man sieht wirklich wie die beiden Meere aufeinandertreffen. Ziemlich verrückt: auf der einen Seite die ruhige Ostsee und auf der anderen die raue Nordsee. Man kann gleichzeitig mit einem Bein in einem Meer stehen und mit dem anderen Bein im anderen Meer. Die Bunker auf den Bildern findet man übrigens an jedem Strand sowohl an der Nordsee- als auch an der Ostseeküste. Die meisten stammen aus dem 2. Weltkrieg und einige kann man sogar betreten.

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Den Spaziergang nach Grenen, einen Abstecher in das Örtchen Skagen sowie die Ausflüge in die Dünen kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Wem es wie mir im Meer zu kalt ist, kann außerdem ein Schwimmbad aufsuchen – bei uns war der Eintritt im Preis des Ferienhauses beispielsweise inbegriffen. Ansonsten ist man ohne Auto in diesem weitläufigen Land wirklich aufgeschmissen. Wir haben alle Strecken mit dem Auto zurückgelegt und so konnte ich wunderbar die Landschaft im Norden erkunden. Das Herumfahren macht auch bei jedem Wetter Spaß und sobald die Sonne scheint, kann man aussteigen und spazieren gehen, Minigolf spielen oder die Füße ins Meer halten.

Essen

Lebensmittel in Nordeuropa sind so teuer, wie alle immer sagen! Da die Eltern meines Freundes mit dem Auto nach Dänemark gefahren sind, waren wir mit Grundnahrungsmitteln, Süßigkeiten und ein bisschen Alkohol versorgt. Trotzdem war im Ferienhaus Selbstversorgung angesagt und wir mussten ab und zu einkaufen. Als armer Student hätte ich mich wohl eine Woche von Nudeln ernährt, aber so konnten wir ein bisschen abwechslungsreicher essen. Trotzdem sind die Preise wirklich hoch und das Verhältnis von Artikeln im Wagen zu Kassenbeleg echt erschreckend! Auch für unterwegs haben wir uns immer Essen mitgenommen, da man entweder nirgends vorbeikommt oder es sich nicht leisten kann oder will.

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Wetter

Ja das Wetter war wunderbar nordisch: kalt, verregnet und überraschend. Wenn man die passenden Klamotten dabei hat, macht es allerdings bei jedem Wetter Spaß am Strand zu spazieren. Trotzdem wäre ein bisschen Sommerfeeling manchmagl nett gewesen. So war ich nur einmal im Meer. Das auch nur mit großer Überwindung und ganz kurz. Danach musste ich eine halbe Stunde rennen, um wieder halbwegs warm zu werden – da ist mir das Mittelmeer schon lieber. Es empfiehlt sich immer, entweder eine lange oder kurze Hose ins Auto zu legen, um sich ab und an mal umziehen zu können. Die Regenjacke und der Pullover sind sowieso ein Muss.

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Fazit

Die Woche in Dänemark war ein perfekter Erholungsurlaub. Mir persönlich aber schon fast zu lang, da es nicht sehr abwechslungsreich ist. Die Landschaft ist toll, aber ein paar Städte und Menschen habe ich schon vermisst. Für einen Sommerurlaub ist das Wetter auch nicht besonders toll und man muss am Strand aufpassen, dass einem nichts davonfliegt. Regen und Wind sind an der Nordsee normal und man kann die hellen Nächte leider nicht wirklich draußen verbringen. Da wir allerdings einen Billardtisch hatten und die EM im Fernsehen verfolgen konnten, wurden die Abende ausgiebig indoor genutzt und wir hatten trotzdem Spaß! Also ein guter Urlaub: Ich habe ein neues Land entdeckt und werde dem Norden sicher noch weitere Besuche abstatten – allerdings dann lieber in der Nähe von richtigen Städten oder als eine Art Rundreise!

Ich hoffe, mein Reisebericht hat euch gefallen. Ihr seid herzlich eingeladen eure eigenen Nordseeberichte zu hinterlassen. Wenn es euch wie mir, an südlichen Küsten besser gefällt, dann schaut doch mal im Sonntagsladen vorbei. Hier erzähle ich unter anderem von meinem aktuellen Auslandspraktikum an der Côte d’Azur.

Danke an Coralinart, dass ich diesen Beitrag hier veröffentlichen darf!

Ahoi, Katharina

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5 Comments

  • Reply
    Jana
    November 13, 2016 at 7:08 pm

    Hach wunderschöne Urlaubseindrücke 🙂 Im Norden war ich leider noch gar nicht. Möchte ich aber noch unbedingt mal hin 🙂

  • Reply
    Franzi
    November 15, 2016 at 11:36 am

    Wundervolle Impressionen. Habe nur Gutes von Dänemark gehört, steht auch auf meiner Liste. Ihren Blog habe ich neulich auch erst entdeckt, er gefällt mir sehr gut! ♥

  • Reply
    Neri von Lebenslaunen
    November 15, 2016 at 8:35 pm

    Die Bilder sind ja fantastische geworden!

    Neri von Lebenslaunen

  • Reply
    Jessy
    November 16, 2016 at 8:47 am

    Ein wirklich gelungener Beitrag. Ich war noch nie in Dänemark, möchte aber unbedingt eimal dort hin reisen.
    Liebe Grüße Jessy von Kleidermaedchen.de

  • Reply
    Vanessa
    April 23, 2017 at 9:18 am

    Das ist ein wirklich toller Beitrag, die Fotos von den Dünen sind super schön. Ich bekomme gleich wieder Fernweh, in Dänemark war ich erst in den Osterferien mit meiner Familie. Es war ein wirklich gelungener Urlaub und wir hatten auch richtig Glück mit dem Wetter. Für die Woche haben wir uns auch ein Ferienhaus von http://www.ferienhauser.info gemietet und verbrachten schöne Stunden gemeinsam dort.
    Ich würde im Sommer noch einmal gerne für ein paar Tage nach Dänemark fahren, mal schauen was sich ergibt.
    Alles Liebe,
    Vanessa

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