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Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

In letzter Zeit blogge ich immer öfter über meine Liebe zu Grafikdesign. Heute möchte ich euch jemanden vorstellen, der mich überhaupt erst auf die Idee dazu gebracht hat, denn seitdem ich Emelys Blog Hermine on walk entdeckt habe, bin ich ein riesiger Fan! Ihre Tipps für Kreative sind hilfreich, ihre Arbeiten inspirierend und haben mich während meines Fernstudiums oft motiviert. Hermine on walk ist ein Blog, der sich positiv von der Masse abhebt – nicht zuletzt durch den künstlerischen Touch. Mein Ziel wäre es, irgendwann genauso tolle Arbeiten zu teilen, wie Emely. Umso mehr freue ich mich, sie heute für ein Interview auf Coralinart begrüßen zu dürfen!

Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

1. Warum heißt dein Blog Hermine on walk?

Das war eher ein spontaner Einfall. Ich war nämlich mit meinen Eltern in Venedig und habe ihnen erzählt, dass ich einen Blog starten möchte. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht genau, wie ich ihn denn nennen möchte, woraufhin meine Eltern meinten, dass ich doch was mit ‚Hermine‘ machen könnte. Hermine ist mein zweiter Name und ich mag ihn echt gerne, weil er irgendwie so ungewöhnlich ist. Daraus ist dann ‚Hermine on walk’ entstanden.

2. Welche beruflichen Pläne hast du?

Von dem Zeitpunkt einen konkreten Beruf zu ergreifen bin ich noch ziemlich weit weg, aber so grundsätzlich soll es auf jeden Fall irgendwas Kreatives sein. Ich fange jetzt im September mein Mode Design Studium an, also kann ich mir natürlich etwas in die Richtung sehr gut vorstellen. Ich hätte aber auch Lust auf Graphic Design und könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, bei einer kleinen Agentur oder bei einer Zeitschrift zu arbeiten. Am liebsten würde ich mir aber was Eigenes aufbauen. Mal schauen, wie sich das alles so entwickelt.

3. Was hat dich dazu gebracht, dich so intensiv mit Grafikdesign, Handlettering, dem Zeichnen etc. zu beschäftigen?

Gerne gezeichnet habe ich eigentlich schon immer und kreativ sein war auch immer wichtig für mich. Ich denke das kommt von meiner Mama, die mich da schon sehr früh geprägt hat und immer Bastelnachmittage mit mir und meinen Geschwistern veranstaltet hat. Irgendwann – so gegen 15 vielleicht – habe ich dann angefangen mich für Mode Illustrationen und Design zu interessieren. Das wurde auch durch ein bestimmtes Buch ausgelöst, das ich damals im Laden des Fashion & Textile Museums in London gekauft habe.

Dort wurde Schritt für Schritt erklärt, wie man eine Mode Kollektion erstellt, was mich total fasziniert hat. Erst vor ca. zwei Jahren habe ich angefangen, mich für Graphic Design und Handlettering zu interessieren, worauf mich schön gestaltete Zeitschriften und tolle Plakate gebracht haben.

Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

4. Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ehrlich gesagt habe ich da noch nie so wirklich drüber nachgedacht, deswegen finde ich das gar nicht mal so leicht zu definieren. Ich würde mal sagen, dass meine Zeichnungen eher minimalistisch und zurückgenommen sind. Ich mache zum Beispiel sehr viel mit schwarzer Tusche oder mit sanften Farben aus dem Aquarellkasten. Meine Collagen und Graphic Desings sind meistens ein bisschen aufgeregter und farbenfroher, aber von der Grundart her auch eher zurückgenommen – wobei ich mich jetzt nicht als typischer Minimalist bezeichnen würde, sondern eher eine Mischung aus allem.

5. Erstellst du deine Collagen digital oder lieber ganz traditionell mit Schere und Papier? Wie gehst du dabei genau vor?

Collagen mache ich meistens mit Kleber und Schere, ab und zu aber auch digital. Ich mag es einfach viel lieber, was Kreatives auf analoge Art und Weise zu machen und nicht immer einen Computerbildschirm vor mir zu haben. Außerdem finde ich es toll, den ganzen Tag lang in einem Chaos aus Farben, Stiften und ausgeschnittenen Bildern zu sitzen.

Wie ich dabei genau vorgehe? Bei mir spielen Fotos und Ausschnitte aus Zeitschriften eine wichtige Rolle. Deswegen durchsuche ich immer erst mal meinen kleinen Fundus und schaue, was mich da denn im Moment gerade anspricht. Dann überlege ich, wie ich die Bilder anordnen möchte, wobei ich immer darauf achte, dass es besonders aussieht und eine ‚ungewöhnliche’ Anordnung ist, wenn man das so sagen kann. Oft zeichne ich dann noch was dazu, schreibe einen Text, oder gestalte ein Handlettering. Schrift ist allgemein sehr wichtig, damit die Collage interessant wirkt. Früher habe ich auch noch sehr gerne mit Acrylfarbe herumexperimentiert. Am Schluss würde ich dann noch irgendwelche Karten, Tickets, Listen, also Dinge, die einem im Alltag so unterkommen, dazu kleben. Grundsätzlich unterscheidet sich Collage zu Collage aber immer, weswegen der Gestaltungsprozess auch immer etwas unterschiedlich abläuft.

Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

6. Hast du Tipps für Kreative, die ebenfalls so tolle Kunstwerke gestalten möchten? Mich würde beispielsweise total interessieren, wo du dein Bildmaterial findest.

Das hört man wahrscheinlich oft, aber ich kann jedem nur empfehlen einfach ganz viel auszuprobieren und einfach zu machen. Wichtig ist es, dass man dabei nicht zu streng zu sich selber ist, sonst verliert man gleich die Lust an der ganzen Sache. Beim Zeichnen hat mir auch das bewusste Abzeichnen von Bildern anderer Leute viel geholfen. Ich habe auf Pinterest nach Arbeiten gesucht, die mir richtig gut gefallen haben und dann versucht, diese so gut wie möglich nachzuahmen. So lernt man nämlich neue Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten. Wichtig ist nur, dass man sich vom Abzeichnen früh genug löst und dann auch seine eigenen Bilder zeichnet. Außerdem ist es wichtig, sich genau zu überlegen, was einem eigentlich so gut an Arbeiten von anderen gefällt.

Denn zu sagen ’Ich find das Bild halt einfach schön’ bringt einem nicht viel, um genau heraus zu finden, woher denn eigentlich der Reiz entsteht. Wenn man das herausgefunden hat, kann man versuchen an diesem Punkt anzusetzen und seine eigenen Dinge zu kreieren.

7. Zweifelst du auch manchmal an dir selbst?

Ja sicher, ziemlich oft sogar. Gerade, wenn man fremde Arbeiten sieht und sich nur so denkt, wie toll das alles aussieht und, dass das Eigene total schlecht im Gegensatz dazu ist. Wenn man gerade dabei ist etwas zu zeichnen, dann ist es in solch einer Situation wohl am besten eine Pause zu machen und nach ein bisschen Zeit wieder zurückzukommen. Wenn es dann nämlich doch etwas wird und man vielleicht einfach nur ein bisschen Abstand gebraucht hat, hat man ein riesiges Erfolgserlebnis. Ich denke es hilft auch, sich klar zu machen, dass die Person, die man bewundert auch an sich zweifelt und das ein sehr normales Gefühl ist.

Interview mit Hermine on walk – Design, Kreativität & ganz viel Leidenschaft

8. Mit Musik geht die Arbeit bekanntlich viel leichter von der Hand. Was ist dein ultimativer Soundtrack?

Ich finde Kaleo und die ‚Chillout Vibes’ Playlist von Spotify super!

9. Was machst du so, wenn du nicht gerade kreativ bist?

Ich koche sehr gerne, mache Sport, lese viel und gehe sehr, sehr, sehr gerne auf Reisen.

10. Hast du einen Traum, für den du alles geben würdest?

Ein glückliches und zufriedenes Leben mit vielen tollen Reisen und ein Kreativstudio, in dem ich irgendwas mit Mode Design und Graphic Design mache.

Besuche Hermine on walk

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5 Comments

  • Reply
    Emely
    August 21, 2017 at 8:26 pm

    Liebe Carolin,
    Danke für das Interview 😉 Und vielen lieben Dank für die netten Worte gleich am Anfang !
    Liebe Grüße,
    Emely

  • Reply
    Leselaunen
    August 21, 2017 at 9:29 pm

    Sehr cooles Interview und fantastische Bilder.

    Neri, Leselaunen

  • Reply
    Christine
    August 22, 2017 at 10:04 am

    Wirklich ein sehr schöner Blog auf dem man echt ganz schön stöbern kann. Und das Thema finde ich ja generell auch sehr interessant. 😉
    Eine schöne Vorstellung hast du da gemacht!

  • Reply
    Linni
    August 22, 2017 at 6:26 pm

    Hallöchen,
    das Interview ist wirklich super!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

  • Reply
    Tabea
    August 22, 2017 at 7:48 pm

    Na, wenn du so von Emely schwärmst, dann muss ich mir ihren Blog aber dringend mal ansehen – bisher bist du ja was Design angeht mein großes Vorbild und ich liebe deine Posts über Kreativität 😉

    Der Blogname von Emely klingt echt wunderschön – und ich beneide ja alle Leute, die einen Zweitnamen haben und dann quasi „wählen“ können, wie sie (im Internet) angesprochen werden wollen. Irre finde ich aber, dass sie ihren Eltern schon vom Plan mit dem Blogger erzählt hat, weil die meisten Leute (ich auch) ihren Blog ja erst mal geheim halten.

    Von Selbstständigkeit träumen viele kreative Leute, oder? Habe ich dich eigentlich schon gefragt, was du nun nach deinem abgeschlossenen Fernstudium machen wirst? Du meinstest ja letztens nur, dass du auf eine Bewerbung eine Absage erhalten hast 🙁

    Erst zwei Jahre Handlettering und Graphic Design – dafür sehen ihre Werke aber echt schon sehr toll aus. Mit etwas Talent und brennender Leidenschaft kann man also bei viel Übung schnell besser werden, schätze ich. Also werde ich jetzt einfach am Kritzel-Zeichnen dran bleiben, was ich ja schon seit 1.1.17 täglich mache, um endlich besser zeichnen zu lernen. Und schreiben übe ich dabei auch direkt, weil ich immer das Tagesthema der #365DoodlesmitJohanna-Challenge dazu schreibe 😉 Schrift ist für mich bei Collagen aber irgendwie auch total wichtig… damit kann man so gut eine Botschaft vermitteln, finde ich.

    Das Abzeichnen von Bildern könnte ich auch mal probieren – vielleicht wird es ja dann irgendwann auch eher mal was mit eigenen, vorzeigbaren Werken? Aber das mit dem Überlegen, was ich an den Arbeiten anderer Leute (gezeichnet, fotografiert, am PC gebastelt) mag, ist wohl echt der Ansatz, den ich in Zukunft verfolgen möchte – vor allem in Bezug auf die Fotografie, weil ich da bei mir gerade keine Entwicklung sehen kann 🙁

    Pausen und ABstand helfen mir manchaml auch sehr – vor allem in Bezug auf die Texte, die ich für meinen Blog verfasse. Erst tippe ich sie voller Begeisterung, dann finde ich sie beim Korrigieren grausam und wenn sie dann 2-4 Wochen später online gehen, bin ich doch überrascht, wie gut ich manche Gedanken ausgedrückt habe 😀

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