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Lost – der große Rückblick zur Serie

Hallo meine lieben Leser,

heute habe ich einen Post für alle Serienjunkies unter euch, einen Post, den ich schon seit Monaten geplant habe. Doch bisher wusste ich einfach nicht, wie ich diesen Artikel beginnen sollte. Das Thema ist so umfangreich und theoretisch könnte man eine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben.

Es geht um die Serie Lost.
Ich bin mir sicher, einige von euch kennen die Sendung, obwohl sie mittlerweile schon stolze zehn Jahre auf dem Buckel hat. Lost ist DIE Mystery-Serie der letzten Jahre und sozusagen schon fast kult. Gleichzeitig ist das Ende sehr umstritten. Selten hat mich ein Format so in seinen Bann gezogen und mitfiebern lassen. Stundenlang habe ich mir den Kopf über die kleinsten Details zerbrochen, eine Erklärung für die ganzen Kuriositäten gesucht – ganze sechs Staffeln lang.
Vor ungefähr zwei Jahren begann Sixx damit, Lost zu wiederholen und eigentlich habe ich nur wegen Ian Somerhalder, der ja in der ersten Staffel mitspielte, mit der Serie angefangen. Meine Eltern hatten die ersten zwanzig oder dreißig Folgen bereits gesehen, als Lost noch ganz frisch im deutschen Free-TV lief. Irgendwann verloren sie jedoch den Faden und hörten auf zu gucken, weswegen meine Eltern sich die Wiederholungen dann gemeinsam mit mir ansahen.

Für alle, die bisher noch nie von Lost gehört haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Es geht um die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, deren Vergangenheit und die Geheimnisse einer Insel.

Gut, meine Inhaltsangabe klingt etwas abgedroschen, aber reinschauen lohnt sich wirklich! Einmal angefangen, ist es praktisch unmöglich einfach so aufzuhören.

Der heutige Post soll sich also ganz um Lost drehen. Ich möchte euch gerne erzählen, was mir an der Serie gefällt, was nicht, welche Charaktere ich ins Herz schließen konnte etc. ACHTUNG!!! Wer nicht gespoilert werden will sollte den folgenden Text gar nicht oder nur mit Vorsicht lesen.

 

LIEBLINGSCHARAKTERE
Damit mir eine Serie gefällt, muss ich zumindest einen Teil der handelnden Personen sympathisch finden. Werde ich mit den Charakteren nicht warm, ist auch die Sendung nichts für mich, denn mit wem soll ich sonst mitfiebern? Glücklicherweise gibt es bei Lost einige interessante Protagonisten, die man einfach gernhaben muss!

Einer meiner Lieblinge ist Hurley. Wer könnte diesen dicken Kerl mit den Zottellocken nicht lieben? Hurley ist einfach ein toller Typ, der immer für einen Lacher sorgt. Seine Art ist für den Zuschauer ziemlich unterhaltsam und auch seine Vorgeschichte fand ich sehr passend. Er kann einem aber auch richtig leid tun, der arme Hugo Reyes, der vom Pech verfolgt wird und aufgrund seines Aussehens keine Freundin findet.

Zudem finde Ian Somerhalder toll. Wie könnte ich seinen Charakter Boone also nicht auch mögen? Ja, ich mag Boone, obwohl er nicht allzu wichtig für die Geschehnisse ist und habe mich immer gefreut, wenn er Sendezeit bekam. Seine Rolle hatte Potenzial, aber leider wurde Boone immer ein bisschen vernachlässigt.

Jede Serie braucht einen Bad-Boy! Im Falle von Lost ist das Sawyer.
Sawyer der harte Kerl, der jedem auf der Insel abschätzige Spitznamen verpasst, aber eigentlich einen weichen Kern hat und in eine Frau verliebt ist, die nicht weiß, was sie will. An was erinnert uns das nur? Ich nenne es das Damon-Schema. (Kleiner Fun-Fact am Rande: Ian Somerhalder hatte ursprünglich für die Rolle des Sawyer vorgesprochen.) Jedenfalls ist Sawyer ein interessanter Charakter, dessen Vergangenheit ich sehr spannend und gut durchdacht, wenn auch ziemlich tragisch fand. Manchmal hat er aber auch so idiotisches Zeug gemacht, dass ich ihm durch den Fernseher hindurch gerne eine geklatscht hätte!

Desweiteren ist Locke einer meiner Favoriten. Aus ihm bin ich bis heute nicht ganz schlau geworden. John Locke ist derjenige, der daran glaubt, dass die Insel mehr als nur eine einfache Insel ist, dass sie Wunder vollbringt. Immerhin hat er ein solches Wunder am eigenen Leib erlebt, denn bis zum Zeitpunkt des Flugzeugabsturzes saß er im Rollstuhl. Irgendwie logisch also, dass er eigentlich nicht von der Insel weg möchte. Schließlich war Lockes früheres Leben nicht unbedingt schön. Seine Mutter hat ihn als Baby weggegeben, sein leiblicher Vater hat ihn ausgenutzt und seine Verlobte hat John verlassen. Lockes Entwicklung ist definitiv sehr interessant.

UNBELIEBTESTE CHARAKTERE
Bei jeder Sendung gibt es Personen, die man einfach nicht ausstehen kann, mit denen man absolut nicht warm wird. Auch bei Lost habe ich da so einige Kandidaten, die machen können, was sie wollen und mir dennoch auf die Nerven gehen.

Ganz besonders blöd ist es natürlich, wenn man die Hauptperson einer Geschichte, um die sich ein Großteil der Handlung dreht, unsympathisch findet. So geht es mir mit Jack Shephard bei Lost. Oh, wie habe ich mich sechs Staffeln lang über diesen Kerl aufgeregt! Jack hat mich einfach nur genervt, wie er sich ständig als Held, als großer Retter aufspielt und dabei jeden bevormundet, obwohl er selbst keinen Plan hat. Arrrrghh, das bringt mich wirklich auf die Palme!

Genauso wenig wie Jack kann ich Shannon, die Halbschwester von Boone, leiden. Shannon ist eine typische verwöhnte Tussi, die ständig nur mit sich selbst beschäftigt und in keinster Weise nützlich für die Handlung ist. Ich war echt froh, wenn ich sie nicht sehen musste!
Desweiteren ist Ana-Lucia noch so eine Figur, zu der ich keine Verbindung aufbauen konnte, was vielleicht daran liegt, dass ich die Schauspielerin nicht sonderlich mag. Zum Glück war sie nicht besonders lange Teil der Serie.

LIEBLINGSPAARE
Ein bisschen Romantik gehört für mich zu einer guten Show dazu, immerhin bin ich ein weibliches Wesen. Zwar beschränkt sich Lost eher auf Mystery-Elemente und ganz viel Spannung, doch natürlich spielt die Liebe trotzdem immer wieder eine zentrale Rolle im Leben der Losties.

Mein Lieblingspaar in Lost bilden Sawyer und Kate. Von Anfang an stimmte die Chemie zwischen den beiden meiner Meinung nach perfekt. Leider habe ich bei Serien ein Faible dafür, genau die Personen zu shippen, die entweder gar keine Chance zusammen oder es nur sehr schwer haben. Ich kann euch sagen, das ist sehr nervenaufreibend!

Claire und Charlie sind ebenfalls eine süße Pärchenkonstellation. Ich fand es beispielsweise stets sehr rührend zu sehen, wie Charlie sich um die schwangere Claire gekümmert und dabei seine Drogenabhängigkeit besiegt hat.

SCHLIMMSTER TOD 
Der Tod ist natürlich ein wiederkehrendes Thema in Lost. Viele Personen überleben die Serie nicht und sogar wichtige Figuren sind nie sicher. Es ist ein ständiges Zittern und Bangen! Einige Tode haben mich jedoch richtig mitgenommen. Beispielsweise war es richtig, richtig furchtbar als Boone starb! Zwar habe ich schon zuvor gewusst, dass er sterben würde, doch als es dann soweit war, konnte ich kaum hinsehen. Das war wirklich eine schlimme Folge!
Ebenso traurig waren der Tod von Charlie und später Juliet. Argh, ich mochte Juliet zwar nie so wirklich, jedoch hat es mich dann doch ein bisschen mitgenommen, als sie starb.

BESTER BÖSEWICHT
Benjamin Linus ist lange Zeit ein großer Bösewicht bei Lost. Bis heute stellt er eine ziemlich undurchsichtige und zwiespältige Persönlichkeit dar, da er immer wieder schlechte Dinge tut. Mittlerweile bin ich jedoch der Meinung, dass auch Ben nicht viel mehr über die Insel wusste, als der Rest.

WAS ICH AN LOST SO SEHR MAG UND WAS NICHT
Es gibt viele Gründe, weswegen ich diese Serie liebe. Zunächst muss ich erwähnen, dass ich ein absoluter Fan von Mystery bin! Eine Serie muss für mich viele unvorhergesehene Wendungen und Spannung bieten, damit sie mich fesseln kann, wovon es bei Lost reichlich gibt. Mir gefällt es einfach, wenn ich meine grauen Zellen anstrengen muss, um der Handlung folgen zu können. Ganz besonders faszinierten mich bei Lost immer die kleinen unscheinbaren Details, die Handlungsstränge, die erst nach und nach miteinander verknüpft wurden. Viele Szenen bekam der Zuschauer aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen. Außerdem hatten einige der Charaktere schon vor dem Absturz indirekt und unbewusst miteinander zutun, was bei mir stets für Verblüffung sorgte.

Lost ist eine dieser Serien, die man entweder abgöttisch liebt oder abgrundtief hasst. Das Format lebt von Rätseln und Spekulation, was für manche Leute wahrscheinlich ein Problem ist. Auch mich nervt es, dass viele Dinge nur angedeutet und nie richtig aufgeklärt wurden. Die Zahlen, die Dharma-Initiative, Charles Widmore, die Problematik mit den Schwangerschaften… zu all diesen Themen hätte ich noch tausend Fragen. Selbst das Ende der Serie ist nicht ganz eindeutig, doch ich habe mir eine Bedeutung zusammengereimt.

FAZIT
Jeder, der ein Faible für Mystery, Irrungen und Wirrungen hat, der sollte Lost eine Chance geben. Mich hat die Geschichte rund um die Überleben der Oceanic 815 zutiefst fasziniert. Ich habe mitgefiebert, mitgezittert und mich über manche Dinge tierisch geärgert. Am Ende jeder Episode saß ich allerdings mit offenem Mund vor dem Fernseher und konnte es nur schwer bis zur nächsten Folge erwarten. Suchtfaktor garantiert!

Wer von euch ist Fan von Lost?

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5 Comments

  • Reply
    bknicole
    Oktober 14, 2014 at 3:11 pm

    Wie du weißt habe ich Lost echt lange verfolgt, glaube bis zur 5. Staffel, jedoch habe ich dann bei der 6.Staffel aufgegeben. Ja ich weiß da hätte ich vielleicht noch durchhalten müssen, aber vielleicht schaue ich mir das Ende ja nun einaml auf Amazon Prime an, da gibt es die Serie auch. Aber irgendwie wurden mir das einfach zu viele Fragen, mit zu wenigen Antworten, zu viel Verwirrungen und irgendwann wusste ich nicht mehr wo vorne und hinten war und habe mich geschlagen gegeben. Habe aber schon gehört, dass viele mit dem Ende nicht wirklich zufrieden sind, wohl ein Grund warum ich es bisher noch scheue.

    Was deine Lieblingscharaktere angeht kann ich das nur so unterschreiben, fand die auch alle toll und Sawyer, was soll ich zu ihm sagen. Er ist einfach sehr, sehr schön anzuschauen xD. Fand ihn gemeinsam mit Kate auch toll. Aber ich mochte Jack auch. Ich fand ihn nicht nervend, sondern einfach einen lieben Kerl. Ist aber auch schon lange her seit ich die Serie gesehen habe und damals habe ich auch noch auf ganz andere Dinge bei Charakteren geachtet, als das heute der Fall ist. Heute will ich Facetten sehen, Tiefe und Schauspielerisches Talent. Vor allem muss ein Charakter jedoch immer mit eingebunden werden.

    Danke auch für deine liebe Antwort.
    Dankeschön :).

    Jaa ich weiß ich tendiere immer etwas dazu zu sehr auszuschweifen und sprenge damit immer gerne Kommentarfelder :P. Aber freut mich, wenn du dich freust.

    Der Nebel ist bei uns auch echt heftig, da man gar nicht mehr sieht, wo man so wirklich hinfährt. Ist immer etwas beängstigend, dann so blind fahren zu müssen. Ein weiterer Grund warum ich diese Jahreszeit einfach so gar nicht mag. Na ja ich bin halt jemand der draußen im Winter sofort das Bibbern anfängt und glaub mir sobald ich die Jacke ständig weglasse, damit ihr wirklich mein Outfit seht, bin ich dann wsl sofort krank. Deshalb suche ich gerade nach einer anderen Lösung. Und mein Schwager hat mir nun einen für 34 geschickt, der sehr gut sein soll. Finde der ist ihm Rahmen und mal eine Anschaffung wert, vor allem wenn man auch mal ein paar normale Potrait Aufnahmen mit ruhigem Hintergrund machen möchte.

    Also eher heute. Ich feiere heute aber nicht, weil unter der Woche einfach jeder Arbeit muss, an die Uni geht oder in anderer Form Schule hat. Gefeiert wird dann erst am Samstag. Gewünscht habe ich mir ehrlich gesagt nichts außer Geld ,da ich das gerade dringender brauche. Die Rückmeldung des Bafög Amts lässt nämlich leider etwas auf sich warten. Geht ja allen Studenten so, aber da kommt mir mein Geburtstag ganz gelegen.
    Ich habe mich ja schon immer gerne gegruselt, deshalb mag ich das wsl auch so. Einfach weil es ein Fest zum Gruseln ist und man sich so schön schaurig verkleiden kann.

    Enzo ist toll. Für mich immer noch die größte Bereichung der neuen Staffel. Enzo/Caroline gefällt mir übrigens sehr, sehr gut. Die haben was. Die letzte wird es wohl nur sein, wenn die Quoten richtig runter gehen sollten, denn wie gesagt die Macher haben ja schon angedeutet, dass sie Stoff für 10 Staffel und mehr hätten und auch ohne die 3 Hauptdarsteller weiter machen würde. Fände ich aber ganz schrecklich, wenn Nina, Ian und Paul irgendwann alle 3 nicht mehr dabei sind, dann sollte man auch die Serie enden lassen und nicht noch versuchen so viel Gewinn wie möglich damit zu machen.

    • Reply
      Carolin
      Oktober 16, 2014 at 1:03 pm

      Danke für deinen Kommentar! 🙂 Ich hoffe, es ist ok, wenn ich nur kurz auf Lost eingehe.
      Okay, die sechste Staffel von Lost war wirklich nicht mehr ganz so gut, aber der Rest hat mir super gefallen. Mich haben die Mysterien aber nie besonders gestört. Im Gegenteil, genau das mag ich bei Serien. Diese Rätsel gehören einfach zu Lost und ohne wäre es einfach nicht das Gleiche. Und hey, im echten Leben bekommt man auch nicht immer auf alles eine Antwort. 😉 Du solltest die Serie unbedingt beenden, auch wenn vieles nicht so hundertprozentig aufgeklärt wird.

      Jack war mir immer zu aalglatt, ohne Ecken und Kanten. Der hat mich ungefähr so genervt, wie Stefan bei VD. Stand nur Sawyer und Kate im Weg. 😀 Bis auf die Differenzen mit seinem Vater, hatte Jacks Storyline ja nicht viel zu bieten. Das war mir zu eindimensional. Schade auch, dass Boone immer sehr wenig beachtet wurde.

  • Reply
    Sophia Ton
    Oktober 14, 2014 at 6:21 pm

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    M Y B L O G.
    I N S T A G R A M.

  • Reply
    Jana
    Oktober 19, 2014 at 10:31 am

    Lost ist auch so eine Serie, die ich unbedingt mal anschauen möchte. Klar kenne ich die Serie so vom Namen & weiß, wer da so mitspielt, aber wie es wirklich ist, mitten in die Serie zu tauchen, weiß ich eben noch nicht.
    Mal schauen, ob bei amazone prime auch diese Serie frei ist, dann kommt direkt nach Revenge die Serie Lost!
    Bin gespannt, ob sie mich auch so fesselt, oder eher nicht – werde dir dann davon berichten 🙂
    Auf jeden Fall hast du einen tollen Post verfasst & hast mich neugierig gemacht!

    • Reply
      Carolin
      Oktober 19, 2014 at 11:06 am

      Juhu, jemand hat den Post noch gelesen! 🙂 Ich dachte mir nämlich, für die Meisten ist der Artikel wahrscheinlich nicht so interessant, da die Serie ja doch schon etwas älter ist.
      Freut mich jedenfalls, dass ich dich neugierig machen konnte und ich bin gespannt, wie du Lost dann findest. 🙂

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