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Portraitfotografie Tipps für bessere Ergebnisse

Portraitfotografie Tipps für bessere Ergebnisse

Seit jeher ist die Fotografie fester Bestandteil meines Blogs. Ich zeige hier hauptsächlich Naturaufnahmen, Bilder von meinen Reisen und Produktfotografie. Allerdings macht es mir ebenfalls großen Spaß, lebendige Motive abzulichten. Zwar bietet sich mir nicht oft die Möglichkeit eines Fotoshootings, doch trotzdem finde ich die Portraitfotografie sehr interessant. Ich bin noch lange kein Profi und muss noch vieles dazulernen, doch Übung macht bekanntlich den Meister! Je öfter ich solche Fotos mache, desto sicherer werde ich im Umgang mit der Kamera und entwickle ein Auge für Details. Hier sind einige grundlegende Portraitfotografie Tipps für bessere Ergebnisse:

Portraitfotografie Tipps für bessere Ergebnisse

1. Frontale Lichtquelle

Natürlich ist es Geschmacksache, aus welcher Richtung man das Licht bevorzugt, doch eine frontale Lichtquelle hat die Eigenschaft, fast wie ein natürliches Photoshop zu wirken. Dadurch, dass das Gesicht von vorne ausgeleuchtet wird, erscheinen die Gesichtszüge weicher und harmonischer. Kleine Fältchen werden kaschiert. Ich fotografiere deswegen am liebsten bei Tageslicht. Allerdings ist es wichtig, für möglichst diffuses Licht zu sorgen. Harte Schatten wirken störend.

2. Auf Augen fokussieren

Ein Fehler, den ich anfangs begangen habe, ist es, nicht auf die Augen zu fokussieren. Stattdessen habe ich auf Mund oder Nase der Person scharfgestellt. Gerade wenn man mit offener Blende arbeitet, (was bei der Portraitfotografie generell zu empfehlen ist) ist es wichtig, die Augen hervorzuheben. Sie sind, wie man so schön sagt, der Spiegel zur Seele und verleihen dem Bild mehr Ausdruck. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch eine Spiegelung in den Pupillen.

Portraitfotografie Tipps für bessere Ergebnisse

3. Ruhiger Hintergrund

Einer der wichtigsten Portraitfotografie Tipps. Damit das Gesicht des Models gut zur Geltung kommt, solltest du nämlich unbedingt einen harmonischen Hintergrund schaffen. Bei Indoorshootings eignen sich hierfür besonders gut weiße Bettlaken oder ein Vorhang. Bei den Fotos meiner Schwester habe ich das Bettlaken mit Wäscheklammern an einer Glasschiebetüre befestigt. Da ich kein Studioequipment besitze, muss ich in dieser Hinsicht immer Kreativität beweisen. Es ist jedoch nicht schwer, mit einfachen Mitteln eine Lösung zu finden.

4. Perspektive

Durch Instagram und den ewigen Selfiewahn sind wir es heutzutage gewohnt, immer von schräg oben auf uns zu blicken. Diese Perspektive ist jedoch sehr unnatürlich, denn sie verzerrt die Proportionen und wird zudem irgendwann langweilig. Natürlich macht es Spaß, mit unterschiedlichen Blickwinkeln zu experimentieren, doch ein Foto auf gleicher Augenhöhe ist immer noch am vorteilhaftesten.

Portraitfotografie Tipps für bessere Ergebnisse

5. Besondere Merkmale

Dieser Punkt bezieht sich vor allem auf die Bildbearbeitung. Es ist vollkommen normal und legitim, Pickel und andere Unreinheiten auf Fotos wegzuretuschieren. Dennoch bin ich dagegen, charakteristische Merkmale zu entfernen. Egal ob es sich dabei um ein Muttermal oder, wie in meinem Fall, eine Zahnlücke handelt. Genau diese kleinen Makel und Besonderheiten sind es doch, die den Betrachter neugierig machen und das Bild von der Masse abheben.

Was macht für dich ein perfektes Foto aus?
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12 Comments

  • Reply
    Isabella
    April 12, 2016 at 4:52 pm

    Schöner Post! Das mit den Merkmalen finde ich auch sehr wichtig. 😀 So lange man nicht in der High End Retusche beschäftigt ist und Bilder für Magazine, Stockgallerien, Marketingcampagnen bearbeitet oder generell bei Bildern in denen es nicht um die Person / den Charakter geht (und eine Verfremdung evtl. sogar gewünscht ist), finde ich es schöner, besondere Merkmale vorzufinden. Fehlende Muttermale, komplett wegretuschierte Fältchen – das würde ich auch nicht bei normalen Portraitfotografien für Privatpersonen machen. Neben dem Wegretuschieren von temporären „Makeln“ arbeite ich meistens noch mit Dodge & Burn, um die Schatten und Hellen Bereiche sowie das Make Up, etwas hervorzuholen – eben das, was oft durch die Kamera geschluckt wird.

    • Reply
      Carolin
      April 13, 2016 at 9:53 pm

      Danke 🙂 Okay, bei Werbekampagnen etc. finde ich High End Retusche noch nachvollziehbar, obwohl da oftmals auch übertrieben wird. Bei normalen Portraits ist es aber definitiv schöner, wenn kleine Besonnenheiten und Merkmale beibehalten werden. Mit Dodge & Burn arbeite ich auch gerne. Eignet sich super, um die Augen aufzuhellen. 🙂

  • Reply
    Yvonne
    April 12, 2016 at 5:03 pm

    Ich finde auch zu viel Weichzeichner immer ganz furchtbar bei Porträtfotos 🙂

    • Reply
      Carolin
      April 13, 2016 at 9:56 pm

      Ohja, manche übertreiben echt mit dem Weichzeichner! 😀

  • Reply
    Lea von Rosy & Grey
    April 12, 2016 at 11:10 pm

    Total toll, danke für die ganzen Tipps 🙂
    Die Fotos sehen super aus!
    Liebste Grüße
    Lea

    • Reply
      Carolin
      April 13, 2016 at 9:58 pm

      Freut mich, wenn ich dir mit den Tipps helfen konnte! 🙂

  • Reply
    Christine
    April 13, 2016 at 9:55 am

    Ich glaube das mit den Augen machen anfangs bei Porträts total viele falsch. Ich kann mir heute so manche Fotos von vor einigen Jahren auch kaum mehr anschauen. Da schüttelt es mich… 😉

    Dankeschön für deine lieben Worte zu den Winterfotos. Ich denke ein Post kommt dazu noch, aber dann hoffe ich schwer, dass einfach etwas mehr Frühling herrscht. 😉

    • Reply
      Carolin
      April 13, 2016 at 10:07 pm

      Ich habe echt wahnsinnig viele Fotos aus meiner Anfangsphase, auf denen ich nicht meine Augen, sondern die Nase fokussiert habe. Schrecklich! Hat ziemlich lange gedauert, bis ich gecheckt habe, wie es richtig geht. 😀

  • Reply
    bknicole
    April 13, 2016 at 6:12 pm

    Ein wirklich toller Post, finde deine Tipps echt super. Persönlich habe ich auch echt immer viel Spaß daran mich auch mal an lebenden Objekten zu versuchen, bin zwar genauso wie du kein Profi, aber ich finde beim tun lernt man auch am meisten. Ich bin bisher immer rausgegangen, um Freunde abzulichten und habe das Ganze halt im Sommer gemacht, wo das Licht gut ist. Aber den Tipp mit dem Bettlaken haben wir früher öfter ausprobiert und hatten dadurch auch immer einen schönen ruhigen Hintergrund. So muss man sich auch keinen teuren Hintergrund kaufen. In der Wohnung tue ich mir nur immer mit der Beleuchtung sehr schwer.

    Deine bisherigen Potraitbilder finde ich übrigens bisher ganz toll <3. Mit dem letzten Punkt hast du auch komplett recht. Ich retuschiere ja immer kleine Pickel oder bei mir die Augenringe, weil ich die echt nervend finde. Aber charakteristische Dinge, würde ich auch nie wegmachen. Ich finde die Machen eine Person ja auch besonders und symphatisch.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Bei uns hat es heute nur geregnet und es regent leider immer noch. Der Frühling macht also gerade eine Pause, was echt schade ist. Ich hoffe zum Wochenende verwöhnt uns die Sonne wieder. Ich finde die Freiheit definitiv auch immer besser, aber das wäre halt jetzt echt die näheste Gelegenheit um sie mal zu sehen. Aber in der freien Natur, finde ich das ganze Spekatakel definitiv noch schöner. Wäre auch ein Grund hier mal an unsere heimischen Küsten zu fahren, da soll es sie ja nun auch wieder geben.

    Sie hat auch einfach eine sehr besondere Stimme. Persönlich finde ich aber echt, dass das jetzt sogar in bestes Album ist. Weiß nicht, da hat es bei mir echt bei allen Songs Klick gemacht. Ich vermisse das bei Tvd ja auch wie du weißt, aber Ian hat nun bestätigt, dass die achte Staffel die letzte sein wird. Was mich echt erleitert, weil ich hoffe, dass man das ganze nun noch mal gut zum Abschluss bringt. Zumindest haben wir dadurch nun auch ein abgeschlossenes Finale, weil die Produzenten sich ja drauf einstellen können.

    • Reply
      Carolin
      April 13, 2016 at 11:03 pm

      Fotoshootings im Freien machen echt nochmal viel mehr Spaß, als drinnen. Gerade im Winter ist das aber aufgrund der Kälte oftmals schwer umzusetzen. Im Sommer muss man jedoch auch darauf achten, dass das Licht passt, denn bei Sonne ohne Wolken entstehen oft harte Schatten. Mit einem Vorhang bzw. Bettlaken kann man sich zuhause echt ein super Fotostudio bauen. Wichtig dafür ist nur ein großes Fenster in unmittelbarer Nähe.

      Bei uns hat es heute auch geregnet. Aber wenigstens fangen die Obstbäume langsam an, zu blühen. Vielleicht kann ich dann ja auch endlich mal ein paar frühlingshafte Fotos machen.

      Ich habe auch schon gehört, dass Staffel 8 die letzte sein soll, aber ist das wirklich schon offiziell? Ich würde es mir wünschen. Allerdings befürchte ich, dass die momentane Handlung nicht mehr zu retten ist.

  • Reply
    Colli
    April 15, 2016 at 4:16 pm

    Ich bin ja auch immer total dankbar für jeden Tipp, den ich bekomme 🙂
    Lege großen Wert darauf, dass meine Fotos immer besser werden und da heißt einfach probieren geht über studieren 🙂
    Tolle Tipps, vor allem den Fokus auf die Augen legen!

    Liebst, Colli
    tobeyoutiful

  • Reply
    vonKarin
    April 26, 2016 at 9:27 pm

    Vielen Dank – da sind wirklich hilfreiche Tipps dabei (die Augen!).
    Ich mache nicht sehr oft Porträts, aber wenn, dann sollten sie schon die Person richtig darstellen. Und da kommen solche Praxistipps wie gerufen.
    Herzlichen Gruß
    vonKarin

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