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{ A Heart for Books } Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung // Stefanie Hasse

{ A Heart for Books } Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung // Stefanie Hasse
* Werbung – Danke an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Vor einiger Zeit erreichte mich ganz unverhofft ein Paket des Loewe Verlags. Darin enthalten war der neue Roman von Stefanie Hasse. „Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ ist der Auftakt einer romantischen Duology und im heutigen Beitrag teile ich meine Gedanken zu diesem Buch.

{ A Heart for Books } Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung // Stefanie Hasse

Allgemein

Titel: Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung*
Autor: Stefanie Hasse
Seitenanzahl (Gebunden): 416
Genre: Romantasy
Verlag: Loewe

Inhalt

Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen .

{ A Heart for Books } Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung // Stefanie Hasse

Meinung

Ich habe mich wirklich bemüht, dieses Buch zu mögen. Ich wollte „Schicksalsbringer“ so gerne eine Chance geben und unvoreingenommen an den Titel herangehen, obwohl mich der Klappentext nicht unbedingt überzeugen konnte. Die Inhaltsangabe klang in meinen Augen leider sehr klischeehaft und hätte vermutlich eher zu den Lesevorlieben meines 14-jährigen Ichs gepasst. Aber dann dachte ich mir „never judge a book by it’s cover“ (welches, nebenbei erwähnt, jedoch sehr hübsch ist).  „Schicksalsbringer“ wäre nicht das erste Buch, welches mich positiv überrascht hätte.

Der Einstieg in die Geschichte ist flüssig und interessant geschrieben, da gleich zu Anfang die mysteriöse Münze ins Spiel gebracht wird, welche die Protagonistin Kiera als Kind auf einem Jahrmarkt erhält. Stefanie Hasse gelingt es, bereits auf den ersten Seiten eine gewisse Spannung aufzubauen, die sich durch den gesamten Roman zieht und den Leser dazu bringt, am Ball zu bleiben. Kiera führt eeigentlich ein ganz normales Leben, sie versucht den Schulalltag zu bewältigen und spielt mit ihrem besten Freund in einer Band. Doch seitdem sich Kieras Eltern getrennt haben, fühlt sich alles anders an. Als die Zwillinge Phoenix und Hayden an der High School auftauchen, geht das Chaos jedoch erst so richtig los.

Und ab dieser Stelle häufen sich leider auch die Schwächen von „Schicksalsbringer“. Bei den einzelnen Charakteren wurde sehr viel Potenzial verschenkt. So ist Kiera zwar eine toughe Protagonistin, ähnelt aber zu sehr den Heldinnen aus anderen Jugendbüchern und bleibt somit sehr austauschbar. Ihren besten Freund Cody mochte ich zwar auf Anhieb, doch seine einzige Aufgabe scheint es zu sein, Kiera anzuhimmeln, ohne dass diese etwas davon mitbekommt. (Natürlich!) Alleine dieser Punkt wäre schon Klischee genug, doch zu allem Überfluss verliebt sich Kiera in den neuen Schüler Phoenix, welcher als geheimnisvoll (natürlich!) und extrem gutaussehend (natürlich!!!) beschrieben wird. Damit aber längst nicht genug, denn Phoenix entpuppt sich als hochnäsiger Idiot mit einem weichen Kern. Der typische Bad Boy eben.

Gut, prinzipiell habe ich nichts gegen Bad Boys, solange diese gut und nachvollziehbar geschrieben sind. Was mir absolut nicht passte – und das ist bei sehr vielen Jugendbüchern der Fall – war, wie schnell sich eine Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren entwickelte. Innerhalb von 200 Seiten durchlebte man als Leser so alle Gefühlsregungen von Hass bis Leidenschaft. Kieras und Phoenix‘ Verhalten war zuweilen wirklich nervtötend und unlogisch. Zudem fand ich es äußerst übertrieben, die Beziehung der beiden schon nach drei Tagen als unsterbliche Liebe zu verkaufen. Ich hätte mir gewünscht, dass man diese Romanze ganz langsam anbahnt und dadurch glaubwürdiger gestaltet.

Allerdings ist „Schicksalsbringer“ nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Fantasyroman. Der Bezug zur griechischen Mythologie hat mir dabei sehr gut gefallen und war ein interessanter Ansatz. Doch leider wurde es versäumt, schlüssige Antworten auf einige wichtige Fragen zu liefern. Viele Aktionen der Charaktere haben mich extrem verwirrt bzw. hatte ich manchmal den Eindruck, als wäre sich die Autorin selbst nicht sicher gewesen, wie schlussendlich alles zusammenhängt. Des Weiteren gab es gegen Ende des Buches einen Plottwist, der für mich keine Überraschung war.

{ A Heart for Books } Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung // Stefanie Hasse

Fazit

Leider fiel es mir schwer, „Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ zu beenden, da ich mich größtenteils durch das Buch quälen musste und deswegen mehrmals in Versuchung geriet, den Roman abzubrechen. Trotz guter Idee fehlte es der Story, meiner Meinung nach, an Tiefgang und Mut zu Originalität. Wer eine flüssig geschriebene Romanze mit übernatürlichen Elementen sucht, wird „Schicksalsbringer“ dennoch lieben!

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4 Comments

  • Reply
    Anni
    September 28, 2017 at 2:42 pm

    Oh sehr schade! Alles was du schilderst, sehe ich in inzwischen vermehrt in diesem Genre. Das ist total schade. Es wirkt als, als gäbe es einfach zu viel davon und jeder schreibt bei jedem ab und dabei bleibt die Originalität des Buchs und der Charaktere auf der Strecke. 🙁

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

  • Reply
    Tabea
    September 28, 2017 at 3:49 pm

    Schade, dass das Buch so schwächelt, aber ich glaube, für mich wäre das auch nichts. Die Liebesgeschichte klingt echt einfach zu unrealistisch klischeehaft… Und fantasy war noch nie meine Welt.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Mara
    Oktober 2, 2017 at 9:36 am

    Klingt definitiv nicht nach einem Buch, das mir gefallen würde! Vor allem diese ganzen Klischees finde ich immer furchtbar schade, da man so unglaublich viel Potenzial verschenkt.
    Zu deinem vorletzten Post: Um Life is Strange schleiche ich momentan auch noch herum. Bin mir nur noch nicht sicher, ob es so meins ist 😀 Eigentlich spiele ich lieber etwas aktivere Spiele, aaaber mal sehen, ob ich mir es nicht doch noch irgendwann hole!
    Und Sims ist natürlich ein absoluter Klassiker – mir fällt es echt schwer an jemanden zu denken, der es damals NICHT gespielt hat! 😀

  • Reply
    Leselaunen
    Oktober 3, 2017 at 12:34 am

    Ist zwar gar nicht mein Genre, aber Deine Rezension gefällt mir sehr gut!
    Neri, Leselaunen

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