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Warum ich nicht professionell bloggen möchte

Warum ich nicht professionell bloggen möchte

Für viele Blogger ist es ein absoluter Traum, ein Ziel, auf das sie jahrelang hinarbeiten. Nicht jeder schafft es auch.

Bloggen als Beruf.

Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich nicht auch schon einmal darüber nachgedacht habe, Geld mit Coralinart zu verdienen. Die Aussicht, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen, davon (gut) leben zu können, ist verlockend. Vor zwei Jahren etwa, hätte ich zu dieser Chance nicht nein gesagt. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Professionell bloggen sieht zwar leicht aus, klingt spaßig, doch in der Realität läuft das alles etwas anders ab. Nicht jeder ist eine Chiara Ferragni oder Caro Daur, die mit ihren Posts tausende von Euros verdienen und jede Woche auf dem roten Teppich stehen.

Diese Szene befindet sich ständig im Wandel, unterliegt massiv aktuellen Trends und so sehr ich die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben auch liebe, ich möchte nicht professionell bloggen. Natürlich freue ich mich dennoch immer über kleinere Kooperationen und bin extrem dankbar für jede Zusammenarbeit, die sich bisher ergeben hat. Doch je länger ich die derzeitigen Entwicklungen beobachte, desto klarer wird mir, dass ich für ein Leben als hauptberufliche Bloggerin einfach nicht gemacht bin. Und das hat verschiedene Gründe.

Warum ich nicht professionell bloggen möchte

Ich habe keine Nische

Es gibt zahlreiche Artikel zum Thema professionell bloggen und im jedem davon steht ein und derselbe Ratschlag an erster Stelle: „Um erfolgreich zu sein, musst du deine Nische finden“, heißt es immer wieder. Doch genau das ist mein Problem. Auf Coralinart dreht sich alles um die Dinge, die ich liebe und da ich vielfältige Interessen habe, sind meine Blogthemen breit gefächert. Ich schreibe gerne über Fotografie, Mode, Beauty, Serien, Bücher, Design und alles was mir sonst so einfällt. Mal poetisch, kreativ oder einfach nur informativ. Wahrscheinlich ist dieser wilde Mix nicht jedermanns Geschmack, aber sich nur auf ein kleines Spektrum der Kategorien zu beschränken, würde sich falsch anfühlen. Das bin eben nicht ich.

Natürlich habe ich in der Vergangenheit bereits versucht, ein paar meiner Haupthemen noch stärker hervorzuheben, aber letztendlich hielt ich das nie lange durch, da mir immer etwas fehlte. Den Durchbruch werde ich mit dieser (nicht vorhandenen) Strategie nie schaffen, das ist mir klar. Allerdings möchte ich mich nicht verbiegen lassen und verzichte dafür lieber auf den großen Erfolg.

Menschen statt Zahlen

Für mich zählen die Menschen, die sich für meinen Blog interessieren, meine Artikel kommentieren und mir ihr Feedback hinterlassen. Lange Zeit habe ich jedoch um jeden Preis versucht, meinen Traffic zu erhöhen, war fixiert auf Followerzahlen und Statistiken. Ich würde nicht sagen, dass mir diese Aspekte nun völlig egal sind, doch ich bin sehr viel entspannter geworden, was Instagram, Facebook etc. betrifft. Wenn ich Follower verliere, ist das schade, jedoch kein Weltuntergang. Viel wichtiger ist es mir, mich mit meinen Lesern auszutauschen, auf jeden von ihnen individuell eingehen zu können, was bei einem kleinen Blog einfach besser gelingt. Möchte man das Hobby zum Beruf machen, sind Statistiken und ein kontinuierliches Wachstum der Website unumgänglich. Ich bin sehr froh, dass ich nicht ständig darauf achten muss.

Keine Lust auf (Zeit)Druck

Als hauptberuflicher Blogger sollte man natürlich so oft neuen Content veröffentlichen, wie es nur geht. Am besten täglich. In dieser Hinsicht mangelt es mir an Disziplin, denn obwohl ich versuche, 3x wöchentlich zu bloggen, klappt dieses Vorhaben nicht immer. Zwischendurch gibt es Phasen, in denen ich kaum Zeit für den Blog habe oder mir schlichtweg die Ideen fehlen. In solchen Situationen finde ich es schöner, kein allzu schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil ich meinen Aufgaben nicht nachkomme. Das Bloggen ist meine Leidenschaft und dabei möchte ich mich von niemanden stressen lassen.

Digital ist nicht genug

Werbung ist eine Haupteinnahmequelle im Blogbusiness, was ich völlig legitim und in Ordnung finde. Solange die Anzeigen ansprechend plaziert sind oder die Beiträge trotzdem einen Mehrwert bieten, habe ich nichts gegen den ein oder anderen Sponsored Link und unterstütze meine Lieblingsblogger gerne. Allerdings kann ich persönlich mir nicht vorstellen, meinen Lebensunterhalt ausschließlich mit Werbeinhalten zu bestreiten. Das soll nun keinesfalls abwertend klingen, doch ich möchte der Welt später einmal mehr hinterlassen, als ein Instagramprofil. Digitale Bilder und Texte sind so vergänglich. Heute top angesagt, morgen schon veraltet. Mein Traum ist es, Dinge zu erschaffen, die man zu fassen bekommt. Irgendwann würde ich beispielsweise gerne ein Buch schreiben, obwohl dieses Ziel momentan noch in weiter Ferne liegt. Jedenfalls sehe ich diesen Blog als eine tolle Nebentätigkeit, die mir in erster Linie Spaß bereiten sollte.

Wie stehst du zum Thema? Könntest du dir vorstellen, beruflich zu bloggen?

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23 Comments

  • Reply
    Sylvia
    Juni 29, 2017 at 10:35 pm

    Liebe Carolin,

    dass du nicht professionell bloggen willst, kann ich gut verstehen! Derzeit geht ja der Trend total dazu, dass auch private Blogger ihren Blog professionalisieren. Ich finde auch, man sollte sich aber nicht unter Druck setzen lassen. Letztendlich sollte es ja beim Bloggen um den Spaß an der Sache gehen, und nicht nur um das „Business“.

    Dennoch finde ich, dass du einen sehr schön gestalteten Blog hast, auch wenn du das nicht als professionell bezeichnest. 🙂

    Ich selber hab einen PR-Blog, der zwar Hobby ist, aber natürlich thematisch stark ins berufliche hineinspielt. Mein Plan ist jedenfalls nicht, dass ich davon leben kann…

    Liebe Grüße aus Wien,
    Sylvia

    • Reply
      Carolin
      Juli 1, 2017 at 9:07 pm

      Ich habe allgemein das Gefühl, dass Blogger und Youtubestar der neue Traumberuf schlechthin ist. Einerseits kann ich das verstehen und finde die Möglichkeiten toll. Für mich ist das allerdings nichts. Ich möchte meinen Blog gut und regelmäßig führen, habe jedoch nicht die Intention, davon leben zu können.
      Danke aber für dein Kompliment! 🙂

  • Reply
    Sylvie
    Juni 30, 2017 at 8:56 am

    Das schöne an einem Blog ist ja, das einem keiner zu etwas zwingen kann. Ich mag meinen Blog aktuell als Hobby auch einfach viel zu sehr um daran etwas zu verändern und möchte niemals in die Situation kommen mich für irgendwas oder irgendwen zu verbiegen.

    Liebe Grüße,
    Sylvie von http://www.miss-interpreted.com

    • Reply
      Carolin
      Juli 1, 2017 at 9:09 pm

      Das hast du schön gesagt. Sehe ich ganz genauso! 🙂

  • Reply
    bknicole
    Juni 30, 2017 at 1:28 pm

    Ich kann dir nur zustimmen. Sehe es genauso wie du: für mich ist der Blog ein kleines Nebengewerbe, durch das ich mir im Studium mal ein paar Euros dazu verdiene und ich finde da spricht auch nichts dagegen, denn mein Hobby kostet mich mittlerweile doch auch einiges an Geld. So kann ich die Ausgaben dann auch decken. Natürlich freue ich mich aber über jede Kooperation, weil das auch ein Feedback für mich selbst ist. Finde es aber schön, dass ich diejenigen annehmen kann, die wirklich zu mir passen und wo ich auch hinter der Idee und den Produkten stehe. Andernfalls ist man ja doch extrem unter Zugzwang, weil die Rechnungen bezahlt werden müssen. Und man hat definitiv mehr Druck, muss täglich posten und die Zahlen im Blick behalten. Ich würde lügen, wenn ich das nicht auch täte, aber wie für dich, ist es für mich kein Weltuntergang wenn mir mal jemand entfolgt, auch wenn ich mich dann immer frage, ob das an der Qualität meiner Texte liegt (was ich nicht hoffe). Und ich würde lügen, wenn ich nicht auch an meiner Reichweite arbeite, aber ein Blog lebt nun mal auch von Besuchern und dem Austausch. Am Ende ist mir nämlich gerade der wichtig, weshalb ich auch viel Zeit in die Beantwortung der Kommentare schicke und mich über diese am meisten Freue. Denn ich durfte dadurch tolle Menschen kennenlernen und die möchte ich nicht missen.

    Letzten Endes bleibt es für mich auch ein Hobby, vor allem schon deshalb, weil es mir zu unsicher wäre nur dadurch meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wer weiß, wie lange Blogs überhaupt noch angesagt sind? Die Welt verändert sich ständig, somit auch die Trends und was gestern gehyped wurde, kann morgen schon gar keine Rolle mehr spielen und was ist dann?

    Es hat also definitiv seine Vorteile, wenn man den Blog eher als Leidenschaft betreibt und als kleines Nebengewerbe. Das mit der Nische geht mir ja auch so. Ich könnte mich auch nie nur auf einen Bereich festlegen, weil ich nun mal mehr als eine Leidenschaft habe und die möchte ich auf meinem Blog ausleben. Wir sind doch alle vielfältig, deshalb bin ich auch kein Fan des Argumentes. Ich finde gegen einen bunten Mix ist nichts einzuwenden, ich bevorzuge das als Leser sogar und es ist auch einer der Gründe, wieso ich deinen Blog so liebe (neben deinem tollen Schreibstil natürlich und deiner Persönlichkeit). Lustig finde ich, dass wir beide gerne mal ein Buch schreiben würde. Denn das wäre auch ein Traum von mir, aber ich tue mir da gerade auch noch schwer, auch wenn ich schon Ideen hätte. Aber das ist gar nicht so leicht, weshalb ich vor jedem Autor/innen meinen Hut ziehe.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ich bin darauf auch nur im Zuge der Diskussion um Wonder Woman aufmerksam geworden und war dann auch sehr schockiert. Deshalb war es mir wichtig darüber auch einen Blogbeitrag zu verfassne. Vor allem aber auch, weil Filme & Serien auf meinem Blog einen so großen Stellenwert haben, dass ich einfach auch die Schattenseiten beleuchten wollte. Finde sowas immer wichtig, auf solche Themen aufmerksam zu machen und es freut mich, dass der Beitrag so gut angenommen wird.

    Stimmt bei Videospielen hast du auch recht, ich bin da zwar gerade erst ganz frisch unterwegs, weil ich vor dem Kauf meiner Xbox eigentlich fast nur „Die Sims“ gespielt habe, abgesehen von „Harry Potter“ oder „Tomb Raider“, sodass ich viele der aktuellen Spiele gar nicht kannte. Aber mir fällt es auch auf, dass es eigentlich fast nur Männer in der Hauptrolle gibt und Frauen leider sexistisch dargestellt werden. Echt schade. Das mit Life is Strange ist ja krass, das wusste ich gar nicht. Echt heftig, dass sie deshalb keinen Publisher gefunden hat. Schade, dass es für viele wohl nicht um den Inhalt eines Spiels geht, denn der klingt bei Life is Strange ja sehr interessant.

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 11:34 am

      Hui, so ein langer Kommentar! Vielen lieben Dank dafür! 🙂 Ich versuche mal so gut es geht darauf einzugehen, aber diese Länge kann ich wahrscheinlich nicht toppen. Hihi. 😀
      Mir geht’s da genauso, wie dir. Der Blog ist einfach eine tolle kleine Nebentätigkeit. Ich habe bis vor kurzem ja auch noch studiert und da ist es schon cool, nebenbei ein paar Kooperationen machen zu dürfen oder PR Samples zu erhalten. Außerdem zahle ich für Domain, Webspace und Backup-Software für den Blog jährlich schon ein Sümmchen. Diese Kosten kann ich dank der Zusammenarbeit mit Firmen decken, aber für mehr reicht es dann wirklich nicht mehr. Was mich ebenfalls davor zurückschrecken lässt, den Blog zum Beruf zu machen, ist der Papierkram. Ich möchte kein Gewerbe anmelden, denn mit den ganzen Steuern, Versicherungen etc. kenne ich mich überhaupt nicht aus. Und wie du bereits sagtest, ist das alles so unsicher. Blogger werden momentan zwar sehr gehypt, doch das kann sich ebenso schnell wieder ändern. Nichts ist so unbeständig und sprunghaft, wie das Internet. Alleine in den 6 Jahren, die ich nun schon dabei bin, hat sich die Szene so krass gewandelt. Was ist also in 30 oder 40 Jahren? Und selbst wenn Blogs dann noch angesagt sind (was ich aber bezweifle), wer will meine Posts überhaupt noch lesen?
      Klar, das Ziel eines jeden sollte es sein, sich stets zu verbessern. Dazu gehören auch das kontinuierliche Blogwachstum und Artikel mit Mehrwert, jedoch ist meine Reichweite nicht das Wichtigste. Ich habe mit der Zeit gelernt, in dieser Hinsicht entspannter zu werden. Lieber investiere ich die Zeit in die Beantwortung von Leserkommentaren, als in SEO. Für eure Kommentare fehlt mir schon jetzt oftmals die Zeit, was ich sehr bedauere.
      Das mit der Nische ist so eine Sache. Bei dir wären es die News zu Filmen und Serien, würde ich sagen. Aber bei mir? Ich habe halt kein Thema, auf das ich mich fokussiere bzw. wechselt dieses ständig. Allerdings bevorzuge ich persönlich auch Blogs, die vielseitig sind. Andernfalls bin ich schnell gelangweilt.
      Ein Buch zu schreiben ist verdammt schwierig. Das darf man echt nicht unterschätzen. Ich habe zwar eine grobe Idee, doch an der Ausarbeitung und Umsetzung haperts momentan. Hinzu kommt, dass mir die Hände immer sehr weh tun und erschöpft sind, sobald ich viel schreibe. Wenn ich wirklich ein Buch mit rund 120.000 Wörtern schreiben möchte, muss ich mir diesbezüglich etwas einfallen lassen.
      Finde es super, dass du in deinem Beitrag auf das Thema eingegangen bist. Sowas macht man sich als Konsument nämlich nicht bewusst. Gerne mehr solcher kritischer Artikel!
      Was Videospiele betrifft bin ich auch kein Spezialist und weiß oft nicht, welche Neuheiten es gibt. Das liegt hauptsächlich an meinem Geschmack, der wohl eher untypisch ist. Ich mag keine Games mit viel Action und Geballer, sondern achte in erster Linie auf eine interessante Handlung. Deswegen mag ich auch Life is Strange so gerne. Es hebt sich angenehm von der Masse ab. Endlich mal ein Spiel ohne Apokalypse, Zombies etc. Zum Glück hat sich schließlich doch noch ein Publisher gefunden, der nichts gegen eine weibliche Hauptfigur hatte. Und siehe da, im vorletzten Jahr war Life is Strange DER Überraschungshit schlechthin! Bald kommen noch ein Prequel und eine Fortsetzung und soweit ich weiß, wurden letztes Jahr die Rechte für eine Serie verkauft. Darauf bin ich mega gespannt! Übrigens gibt’s das Spiel auch für Xbox. Solltest du dir unbedingt holen! Lohnt sich! 🙂
      Ein weiteres geniales Spiel mit weiblicher Figur in der Hauptrolle ist aktuell Horizon: Zero Dawn. Sehr, sehr geil gemacht! Sowohl die Story, als auch die Grafik und Spielwelt. Erinnert mich teilweise ein bisschen an The 100.

  • Reply
    Kristina
    Juni 30, 2017 at 1:56 pm

    Ich habe erst kürzlich über ein ähnliches Thema geschrieben, nämlich dass viele plötzlich anfangen ihr Studium abzubrechen (oder es nicht mal beginnen), um Vollzeitblogger bzw. -influencer zu werden. Eine Entwicklung, die ich etwas besorgniserregend finde. Bei diesen Überlegungen ist mir auch klar geworden, dass für mich das Bloggerbusiness wohl wirtschaftlich einfach zu unsicher wäre. Als Hobby möchte ich es jedoch nicht missen!
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 11:51 am

      Wirklich? Davon habe ich bisher ja noch nie gehört! So toll ich die Möglichkeit auch finde, Vollzeitblogger werden zu können, mein Studium würde ich dafür niemals hinschmeißen. Im schlimmsten Fall steht man anschließend ohne Ausbildung und Arbeit da. Und was soll aus unserer Gesellschaft werden, wenn jeder irgendwann nur noch „influenct“ und die „normalen“ Tätigkeiten auf der Strecke bleiben?

  • Reply
    Nancy
    Juni 30, 2017 at 2:54 pm

    Hallo Carolin,
    ich kann mir später schon vorstellen, mal professionell zu bloggen, jedoch ist derzeit mein Traffic dafür einfach zu schlecht. Vielleicht sieht es in Zukunft besser aus, es ist aber da schwer ein konstantes Monatseinkommen zu erwirtschaften.
    Liebe Grüße
    Nancy
    OrangeCosmetics

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 11:54 am

      Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben! Das mit dem Monatseinkommen stelle ich mir ja auch ziemlich schwierig vor.

  • Reply
    Tabea
    Juni 30, 2017 at 8:08 pm

    Schon den ganzen Tag habe ich mich darauf gefreut, diesen Post von dir zu lesen! Die Posts meiner Lieblingsblogger lese ich ja meist erst abends und nicht zwischendurch am Handy, damit ich besser kommentieren kann 😉

    Deine Überschrift hat mich nämlich direkt angesprochen, weil auch ich nicht zum Profi-Blogger werden will. Ich spiele zwar ständig mit dem Gedanken, ein Gewerbe anzumelden, um Kooperationen eingehen zu dürfen, aber bisher habe ich nicht mal das gemacht, da ich glaube, mit meinem Blog würde ich die 33€, die ich bei der Anmeldung hier zahlen müsste, erst in 5 oder 6 Jahren wieder drin haben 😉 Ich würde den Blog nämlich gern als Nebenjob sehen können, da es nett wäre, wenn er nicht nur monatlich Geld für Webspace und Domain kosten würde.
    Professionell zu bloggen ist für mich aber keine Option, da mir das zu unsicher ist – ich könnte einfach nicht mehr entspannt schlafen, wenn ich nicht sicher weiß, dass ich jeden Monat ungefähr gleich viel Geld auf dem Konto habe. Miete und Pony wollen ja gesichert sein… Außerdem ist mir das auch heikel mit allem, was man bedenken muss (Steuern, Krankenkasse, Vorsorge fürs Alter etc.).

    Außerdem hätte ich auch immer Angst vor Kreativitätslöchern – denn dann steht ja gleich alles auf dem Spiel.

    Deine Überlegungen sind aber auch interssant und gehen noch mal in eine ganz andere Richtung. Deswegen war dieser Post toll zu lesen!

    Von der Sache mit der Nische habe ich nun auch schon soooo oft gelesen – und mir immer noch keine zugelegt, weil ich eben gern über alles schreibe, was mir in den Sinn kommt. Und bei dir bin ich froh darüber, dass du ebenfalls so vielfältig bloggst – denn das macht deinen Blog einfach noch interessanter und man lernt dich viel mehr kennen. Der Mensch hinter dem Blog ist mir nämlich mindestens genauso wichtig wie gute Blogposts.

    Früher habe ich mal auf meine Seitenaufrufe geachtet, aber seit letztem Sommer schaue ich da gar nicht mehr rein (werden mir in WordPress nicht direkt angezeigt und ich müsste extra Analytics öffnen). Es interessiert mich einfach nicht mehr, weil mir der Austausch in den Kommentare eh wichtiger ist. Bei dem Punkt kann ich dir also nur zustimmen!

    Dein Traum, nicht nur digitales Zeug zu hinterlassen, klingt irgendwie wundervoll. Mir ist sowas eher nicht so wichtig…

    Also mich reizt am Bloggen als Hauptberuf echt nur die freie Zeiteinteilung, da ich feste Arbeitszeiten nicht so mag, wenn sie mit meinem Pony oder dem Wetter nicht zusammenpassen 😉

    Liebe Grüße

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 12:42 pm

      Oha, vielen lieben Dank! Das freut mich aber! 🙂 Ich hebe mir die Posts meiner Lieblingsblogger auch immer für später auf, damit ich diese ganz in Ruhe lesen und kommentieren kann. Dafür brauche ich nämlich die Muse und natürlich die nötige Zeit.
      Ich glaube, wenn du nicht regelmäßig (und damit meine ich mehrmals im Monat) Kooperationsanfragen bekommst, lohnt sich ein Gewerbe nicht. Anhand der Anfragen kann man ja auch ungefähr erkennen, wie groß das Interesse ist. Bei mir würde ein Gewerbe zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel Sinn ergeben und ich bin nicht bestrebt, an dieser Situation großartig etwas zu verändern. Was Steuern etc. betrifft gibt es zwar bestimmte Freibeträge für Kleinunternehmen, aber das ist mir trotzdem alles zu aufwändig. Zu viel Bürokratiekram. 😀
      Ich bin froh darüber, dass meine Leser es nicht schlimm finden, dass ich keine Nische habe. So macht es mir einfach viel mehr Spaß und letztendlich sollte doch jeder seinen Blog so betreiben dürfen, wie er es möchte, oder? Und ganz ehrlich? Ich habe diese ganzen Blogtipps für mehr Erfolg schon oft ausprobiert und mir haben sie nie irgendwas gebracht. Also versuche ich es mittlerweile gar nicht mehr.
      Meine Seitenaufrufe kontrolliere ich schon regelmäßig, da es mich interessiert. Allerdings ist es auch nicht tragisch, wenn der Traffic mal niedriger ist.

  • Reply
    Neri
    Juli 1, 2017 at 9:27 am

    Das hast Du toll beschrieben! Ich sehe das ganz genauso. Bei mir steht auch der Leser, der Mensch dahinter im Fokus!

    Neri
    http://www.lebenslaunen.com
    NEU http://www.lese-launen.blogspot.com

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 12:43 pm

      Dankeschön. 🙂

  • Reply
    Lisa
    Juli 1, 2017 at 9:05 pm

    Wirklich ein toller Beitrag zum Thema. Ich bin total deiner Meinung. Ich glaube dadurch würde ich sogar meine Lust zum Schreiben verlieren. Außerdem hätte ich keine Lust meine Leser in jedem einzelnen Post mit Verlinkungen und Werbungen voll zu trichtern

    Liebe Grüße Lisa

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 12:47 pm

      Stimmt, mir geht’s genauso. Wenn ich zu sehr unter Druck stehe, verliere ich die Lust am Schreiben oder mir fällt erst gar nichts ein.

  • Reply
    amely rose
    Juli 2, 2017 at 11:55 am

    Ein toller text und ich kann ausnahmslos jeden Punkt absolut verstehen und unterstreichen.
    Lustig nur, ich bin tatsächlich beruflich Bloggerin. Wobei ich zugeben muss, ich habe relativ lange versucht „dazu zu gehören“ und ab dem Moment, in dem ich nicht mehr krampfhaft versucht habe beruflich zu bloggen, hat es geklappt.
    Es ist für mich der schönste Job den ich mir vorstellen kann, da ich 24/7 meiner Leidenschaft nachgehen kann.
    Natürlich hat es auch schwierige Seite und oft fällt mir der Spagat zu mir und meinem Content zu stehen und gleichzeitig Geld zu verdienen schwer. Ich sehe es wie ein Magazin, blättere ich durch will ich nicht auf jeder Seite Werbung sehen, auch nicht auf jeder zweiten…ich will die schönen Editorials und witzigen Texte lesen und genau das versuche ich zu bieten.
    So werde ich wahrscheinlich nie zu den Top Verdienern gehören und immer irgendwo Druck haben…aber mein Blog ist mein Baby und den werde ich nicht für ein paar Euros verkaufen und einen sicheren Monatslohn verkaufen.

    alles Liebe deine Amely Rose

    • Reply
      Carolin
      Juli 2, 2017 at 1:17 pm

      Danke für deinen Kommentar! 🙂 Ich finde es super interessant, dass sich unter diesem Post jemand gemeldet hat, der tatsächlich beruflich bloggt. Und noch spannender ist natürlich, dass du allen meinen Punkten zustimmst. Ich glaube ja, ein erfolgreicher Blog ist auch Glückssache. Entweder es klappt oder eben. Ratgeber können den Durchbruch nicht garantieren.
      Den Spagat zwischen Content mit Mehrwert und finanziellem Druck stelle ich mir ziemlich schwer vor. Das ist bestimmt eine Herausforderung. Freut mich jedenfalls für dich, dass du es geschafft hast und ich wünsche dir weiterhin ganz viel Spaß bei der Sache! 🙂

  • Reply
    Sarah
    Juli 3, 2017 at 7:20 pm

    Ich kann dich voll und ganz verstehen. Ich habe eine Zeit lang davon geträumt selbstständig vom Glauben zu leben. Dieser Traum wird aber niemals wahr werden, dafür bin ich nur eine kleine Nummer. Und mittlerweile sind Zahlen mehr denn je wichtig.

    • Reply
      Carolin
      Juli 8, 2017 at 9:40 pm

      Vom Glauben leben? Das klingt aber spannend. Darf ich fragen, was du damit genau meinst?

  • Reply
    Lea von Rosy & Grey
    Juli 7, 2017 at 10:27 pm

    Liebe Caro,
    spannendes Thema und ein interessanter Post!
    Ich gebe dir in vielen Punkten Recht.
    Ich finde, du solltest einfach tun, was sich für dich richtig anfühlt. Wenn das mit sich zieht, dass du nicht professionell bloggen möchtest dann kann ich das gut nachvollziehen 🙂 Am wichtigsten ist, dass man seinen Weg geht. Was sich am Ende des Weges ergibt, bleibt meistens ein Geheimnis 😉
    Liebste Grüße
    Lea

    • Reply
      Carolin
      Juli 8, 2017 at 9:47 pm

      Dankeschön! 🙂 Genau, jeder sollte einfach das machen können, womit er sich am wohlsten fühlt. Manche Blogger möchten eben aus der Leidenschaft einen Beruf machen und andere nicht. Das sagt ja nichts über die Qualität aus. 🙂

  • Reply
    Tabea
    Juli 17, 2017 at 12:39 pm

    Liebe Carolin,

    ein sehr schöne Blogbericht mit vielen wichtigen Themen, die Du aufgegriffen hast. Ich selber betreibe meine Blog ja noch nicht sonderlich lange und auch eigentlich nur als Hobby. Und das wird auch so bleiben. Ich habe meinen Job, mit dem ich mein Geld verdiene und ich möchte nicht gezwungen werden, immer nur an meinem Blog zu denken. Er lenkt meine Leben jetzt schon genug. Es soll auch noch Zeit für andere Dinge in meinem Leben geben und das Schreiben soll mir weiterhin Spaß machen.
    Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass man zwar eine Zeitlang gut von einem Blog leben kann, aber was macht man in 10 Jahren? Oder 20? Dann, wenn sich Blogs evtl. überholt haben? Mir wäre das zu unsicher.
    Aber das alles muss natürlich jederfür sich selber entscheiden 🙂

    Ganz liebe Grüße,

    Tabea
    http://tabsstyle.com

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