Instagram Stories & ich – Eine Hassliebe

Instagram Stories und ich. Das ist seit jeher so eine Sache. Ich würde meine Beziehung zu diesem Feature beinahe als eine Art Hassliebe bezeichnen, denn obwohl ich die Idee und Funktionen von Instagram Stories sehr schätze, nutze ich sie doch selten. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an meine erste Einschätzung, kurz nach dem Release. Schon damals war ich etwas zwiegespalten. Was hat sich seither geändert?

Instagram Stories & ich – Eine Hassliebe

Die Geschichte von Instagram Stories

Als Instagram Stories im August 2016 eingeführt wurde, ging ein Schrei durchs Internet. Die „Snapchat-Kopie“ sorgte für große Aufregung und anfangs konnte sich niemand so recht vorstellen, dass Mark Zuckerberg sich damit durchsetzen können würde. Tja, laut dieser Statistik kann Instagram Stories mittlerweile 300 Mio. tägliche Nutzer weltweit verzeichnen. Und das innerhalb nur eines Jahres. Ich gehörte von Anfang an zu den Leuten, die Instagram Stories neutral gegenüber standen. Als Bloggerin muss ich stets Trends verfolgen, doch um Snapchat – welches 2015 und 2016 in der Bloggerszene stark im Kommen war – machte ich damals einen großen Bogen. Auch jetzt noch. Zwar besitze ich einen Snapchat-Account, habe dort aber bis heute noch nie etwas gepostet und um ehrlich zu sein, verstehe ich die App nicht so ganz. Mir kam es daher ganz gelegen, als Instagram mir eine Art „Mini-Snapchat“ anbot und ich mich somit nicht erst an eine neue Oberfläche gewöhnen musste.

Inzwischen sind einige Monate vergangen und Instagram Stories hat eine Vielzahl neuer Funktionen erhalten. Boomerang, Live-Aufnahmen, Filter, Umfragen. Manchmal verliere ich den Überblick. Aber während meine Freunde nun mehrheitlich in der Story posten, bevorzuge ich trotzdem noch die herkömmlichen Beiträge. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich lieber am Computer arbeite und Stories nur über das Smartphone geteilt werden können.

Echt, authentisch, lebensnah?

Instagram Stories bildet einen krassen Kontrast zu den normalen, perfekt durchgestylten Fotos, die im Feed geteilt werden. Hier gibt es echte Einblicke ins Leben der User und ungeschönte Bilder – zumindest war es anfangs so. Ich persönlich bin der Meinung, dass in den Stories mittlerweile ebenfalls sehr viel bearbeitet, geplant und getrickst wird. Gerade Unternehmen nutzen die Plattform gerne, um Werbung für ihre Produkte zu machen. Aber auch Blogger zeigen dort laufend Pr-Samples oder promoten ihren neuesten Beitrag. Mit Spontaneität hat das alles schon lange nichts mehr zu tun. Natürlich sind mir die Möglichkeiten, die mir Instagram Stories bietet, um die Reichweite meines Blogs erhöhen zu können, bewusst. Zeitweise nutze ich diese auch sehr gerne. Im Urlaub beispielsweise, hatte ich keine Zeit für längere Posts und konnte meine Follower dennoch auf dem Laufenden. Generell bin ich niemand, der diese App verteufelt. Im Gegenteil! Eigentlich mag ich die Idee dahinter sogar ziemlich gerne. Aber abgesehen davon, dass ich niemand bin, der sich gerne vor der Kamera präsentiert bzw. jedes Detail seines Lebens veröffentlicht, komme ich mit einer Sache nicht ganz klar.

Ich mag keinen Content, der verschwindet

Ich investiere viel Zeit in meine Artikel und Bilder, denke zuvor lange darüber nach und arbeite mit Herzblut an deren Umsetzung. Deswegen geht es mir gegen den Strich, wenn meine mühsam kreierten Inhalte schon nach 24h wieder gelöscht werden. Ich weiß, that’s the internet! Es ist extrem schnellebig. Warum soll ich mir aber die Mühe machen und etwas teilen, was morgen mit Sicherheit schon in den tiefen des Internets verschwunden ist? Liegt die Faszination an dieser Funktion daran, dass wir nicht jedes Foto und jedes Video dauerhaft im Profil haben möchten? Doch lohnt sich das Posten dann überhaupt? Was ich an Instagram so schätze, ist die Möglichkeit, sozusagen ein digitales Album anlegen zu können und später immer wieder durch den Feed zu scrollen. Die App ist einfach nur ein Ort, an dem ich mich kreativ austoben kann. Ich teile Bilder, die ich persönlich als ästhetisch empfinde und erfreue mich daran.

Instagram Stories & ich – Eine Hassliebe

Mein Leben ist zu langweilig dafür – zumindest meistens

Auch auf Instagram Stories werden größtenteils natürlich nur die Highlights des Alltags zelebriert. Das Essen beim Italiener, die Shoppingtour mit der BFF oder ein Wochenende im Wellnesshotel. Mein Leben ist zu langweilig für solche Posts, zu eintönig. Ich verbringe viel Zeit zuhause. Manchmal ist jeder Tag irgendwie gleich. Warum sollte jemanden der Blick aus meinem Fenster interessieren? Oder die Unordnung auf meinem Schreibtisch? Sobald ich jedoch etwas Spannendes unternehme, widme ich meine gesamte Aufmerksamkeit lieber den Leuten, mit denen ich unterwegs bin. Ich möchte #instagenießen und nicht #instaposten. Letztendlich sind die Instagram Stories so vergänglich, wie ein Moment in der Realität. Das ist wohl auch der Sinn dahinter. Doch ich bevorzuge es, diese Momente bewusst zu erleben – ohne dabei durch den Bildschirm des Smartphones zu starren.

Der Fokus liegt am Blog

Außerdem ist Coralinart seit jeher meine oberste Priorität. Ich bin Bloggerin und keine Instagrammerin. Aus diesem Grund möchte ich mich nicht zu sehr an einen Dienst binden, dessen Entwicklung nicht in meiner Hand liegt. Ich stecke gerne meine gesamte Energie in die Pflege meines Blogs, wobei Instagram & Co. lediglich eine praktische, kleine Ergänzung darstellen. An manchen Tagen liebe ich die witzigen Filter und Sticker, die Stories mir zur Verfügung stellt. Dann schaue ich mir gerne die Posts der anderen User an oder bin selbst aktiv, doch trotzdem werden Instagram Stories und ich wahrscheinlich nie beste Freunde werden.

Was denkst du über Instagram Stories? Nutzt du die Funktionen?

Comments (4)

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    Hauke

    Der Content aus den Stories muss ja gar nicht mehr verschwinden. Es kann inzwischen auch archiviert und dauerhaft bereitgestellt werden. Schon seit Dezember: http://seo-nachrichten.info/instagram-stories-archiv/

    Wäre vielleicht ein erster Schritt, oder? :)

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      Carolin

      Ja, ich weiß aber dann poste ich doch lieber gleich einfach ein normales Foto. 😄

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    Denise

    Also ich nutze Instagram und die Stories nur „privat“, und wie du schon sagst, poste dort eher Highlights – was bei mir eh nicht so oft vorkommt. XD
    Ich finds jedoch cool, dass man die Stories jetzt zum Profil speichern kann, so kann man sich dran erinnern bzw den Content längerfristig seinen Freunden zugänglich machen… Mal sehen, wie sich die Stories noch entwickeln.
    Snapchat mag ich persönlich auch nicht so :0.
    Liebe Grüße, Denise

    Reply

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    Christine

    Es gibt schon Leute, die echt interessante Sachen in ihren Stories machen oder lustig sind usw. Aber ich schaue mir wirklich nur von ein paar Leuten gerne die Stories an… ausnahmen sind ein paar private Freunde. Aber viele posten da für mich nur so schrecklich langweiliges, belangloses Zeug. Gerade auch große Blogger packen ständig nur Pakete aus und empfinden das als „Mehrwert“.

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